Michael Leutert
Foto: arlett mattescheck
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Morgen wollen die Nazis -wie neulich in Dresden - in Chemnitz die Opfer der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg für ihre Zwecke instrumentalisieren.
Die Opfer der Bombadierung sind Opfer des von den Nazis angezettelten Raub- und Vernichtungskrieges. Daran wird morgen DIE LINKE, gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Politik, Kultur, Bildung und Kirchen erinnern. Ab 14 Uhr findet die Gegenkundgebung an der Bernsdorfer Straße 120 statt.
Ich habe ein Problem damit, dass die Nazis ihre verbrecherischen Parolen überhaupt in unserer Stadt offen verbreiten dürfen, zumal sie es 2008 nicht bei Parolen belassen haben. Wenn dann, wie im letzten Jahr, Gegendemonstranten von der Polizei hart attackiert werden, damit die Nazis ihre Route wie geplant laufen können, fehlt mir das Verständnis.
Die Nazis haben dieses Jahr vor, in Richtung unseres Parteihauses zu laufen, um dann zum alternativen Kulturprojekt Reitbahnstraße weiterzuziehen. Auf dieser Route haben die Nazis letztes Jahr massiv Leute angegriffen - sie ist eine reine Provokation.
Ich werde morgen in Chemnitz sein. Zwar kann ich deshalb nicht an der Bundestagssitzung teilnehmen, aber wenn die Nazis in meinem Wahlkreis mobil machen und damit zum wiederholten Male versuchen, auch in den großen Städten Sachsens in die Offensive zu kommen, ist es mir wichtiger, dass die Politik und Zivilgesellschaft da sind.