DIE LINKE.

Michael Leutert, MdB (DIE LINKE.)

Blog /

01.02.2010

ein Zitat und die Folgen

Zu meiner Äußerung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

Michael Leutert
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Am Sonntag bin ich in der FAS mit folgendem Satz zitiert worden:
"Wer am Tag der Befreiung von Auschwitz nicht willens ist, während der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag dem israelischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Simon Peres den nötigen Respekt zu bezeugen, der ist für mich nicht wählbar."
Die Folge waren verschiedene Reaktionen in der Presse, von den LINKEN-Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht und Heike Hänsel sowie von Bürgern durch Mail, Fax und Telefon. Ich möchte HIER das Zitat und seine Folgen dokumentieren, um zu ermöglichen, dass jede/r sich sein eigenes Urteil bildet, was ich gesagt habe und was ich nicht gesagt habe, auf wessen Verhalten in der Holocaust-Gedenkstunde ich mich bezogen habe und auf wessen nicht sowie ob die Kritik an meiner Äußerung gerechtfertigt ist.
Worauf es mir amkam und ankommt: Die Nazi-Verbrechen, die Shoa und der Vernichtungskrieg sind das originäre Menschheitsverbrechen. Sich über andere Menschen zu erheben und ihnen millionenfach das Recht auf Leben abzusprechen, weil sie 'lebensuntwert' seien, ist einzigartig. Vor allem den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus wird am 27. Januar in der Gedenkstunde im Bundestag gedacht. Nur um sie und die Mahnung des 'Nie wieder!' darf es aus diesem Anlass gehen. Alles andere bedeutet in dem Zusammenhang eine Relativierung der Nazi-Verbrechen. Auch wenn man dies gar nicht beabsichtigt.

(Die Reaktionen der Bürger sind aus Zeitgründen noch nicht vollständig eingestellt, aber repräsentativ ausgewählt.)

Kommentare

  • lol
    01. Feb 2010 19:06
    Und?
    "Fehler 404 Die Seite wurde nicht gefunden"
  • Peer Villwock
    01. Feb 2010 20:39
    Re: ein Zitat und die Folgen
    Ziemlich deutlich ging es dir vor allem darum, über deine Fraktionskolleginnen zu sprechen und nicht dich sachlich mit ihnen auseinanderzusetzen. Und klar geht es dir um das Aufschnüren eines offensichtlich schwer erreichten Personalvorschlages des Parteivorstandes, wenn du der FASZ sagst: "Wer am Tag der Befreiung von Auschwitz nicht willens ist, während der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag dem israelischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Simon Peres den nötigen Respekt zu bezeugen, der ist für mich nicht wählbar." Sahra Wagenknecht und Heike Hänsel haben daraufhin deutliche Erklärungen abgegeben. Damit ist der Sachverhalt geklärt. Ich und viele GenossInnen erwarten, dass du dich deutlich entschuldigst. Peer Villwock, Freiburg im Breisgau
  • 01. Feb 2010 20:58
    Viel Feind, viel Ehr
    Lass Dich nicht unterkriegen. Seit der Westerweiterung ist der Ton eben ein anderer geworden. Um des Erfolges willen hat man sich jeden ins Boot geholt der meint links zu sein. Dogmatiker und Sektierer sind in den Westverbänden (wie hier in Bayern) leider ein großes Problem. Durch die Erfolge der vergangenen Wahlen fühlen sie sich in ihren Radikalismen auch noch bestärkt. Ich kann nur hoffen, dass die Vernünftigen Ruhe bewahren und bei der Stange bleiben. Rolf Pannicke ein ehemaliger Chemnitzer
  • 01. Feb 2010 21:27
    Schade...
    ...das gerade jetzt so etwas passieren musste. Schade um unsere Partei. Aber, dass was du gesagt hast war richtig und hätte es nicht jemand anderes gesagt, ich wäre aus dieser Partei ausgetreten (Wobei ich zugeben muss, dass ich nur über den FAS-Bericht davon Wind bekommen habe). Ich hoffe auch, es werden sich noch weitere Leute aus dem Vorstand hierzu äußern - ich möchte mich nicht für diese Partei schämen müssen. Auch wenn es viele anders sehen: Der Missbrauch einer Gedenkveranstaltung zum Holocaust zur "Israelkritik" ist indiskutabel. Bis dato hätte ich Wagenknecht gerne an der Spitze gesehen, so muss ich dir recht geben, sie ist "nicht wählbar".
  • Andreas Breuer
    01. Feb 2010 21:54
    Schlimm
    von einem Politiker der Linken sowas lesen zu müssen! Gerade an einem Gedenktag wie diesem sollte doch auch der heutigen Opfer dieser pathologischen Gesinnung gedacht werden! Wie ist es da möglich, einem Kriegsverbrecher wie Peres, der für die Verbrechen in Gaza mitverantwortlich ist und hauptverantwortlich für den Tod unzähliger libanesischer Zivilisten 1996, standing ovations zu zollen? Schämen Sie sich, Michael Leutert! Mein Respekt gilt in höherem Maße als je zuvor Frau Wagenknecht für ihren Mut und ihre Courage!
    • martin fischer
      02. Feb 2010 09:48
      was schreibst du da?
      "gerade an einem gedenktag wie diesem sollte man auch der heutigen Opfer dieser pathologischen Gesinnung gedenken" ...?! heute gleich damals? du relativierst nicht, du setzt gleich. wie weit bist du eigentlich noch von den braunen Kameraden entfernt? stichwort: 'bombenholocaust'. die sächsische npd hat schon ihre glückwünsche ausgesprochen.
      • Nein-Sager
        04. Feb 2010 09:32
        Da ist sie wieder, die Nazikeule
        jede kritische Bemerkung über Verbrechen, die Alliierte im WKII und in Folge bis heute incl. Israel verüben, wird von nicht mehr ernst zu nehmenden Menschen in Eurer Partei als braunes Gedankengut abgefertigt. Ja, der Massenmord an den Juden ist einmalig. Einmalig ist auch die Installation das Apartheid-und Besatzungsstaates Israel mit seinen Massenmorden an Libanesen 2006 und Palästinensern im Januar 2009. Genau das wird von Teilen der Partei Die Linke ausgeblendet. Sahra Wagenknecht hat genau das Richtige getan: Sie hat differenziert.
        • Martin Fischer
          04. Feb 2010 17:47
          Die Keule ..
          ...haben Sie selbst mit Ihrer Argumentation bestellt und geschwungen hat sie Gansel von der sächsischen NPD. Also nicht ablenken! Was anderes: hat hier denn auch nur einer den Blogbeitrag von Herrn Leutert oben gelesen? Es nimmt kaum jemand Stellung dazu. Es geht jedenfalls kaum jemand darauf ein. Sie schon mal gar nicht.
          • Alan
            07. Mär 2010 21:46
            Ungebildetes Pack
            Das Gute wollen und das Gegenteil erreichen.
  • Werner Wendisch
    02. Feb 2010 10:07
    Bei der Wahrheit bleiben!
    Ergänzung: Heute lese ich im "ND", dass Sahra Wagenknecht im Bundestag sich ebenfalls von ihrem Platz erhob, als Parlamentspräsident Lammert sprach und Peres begrüßte. Nach der Rede von Peres ist sie sitzen geblieben, weil die Rede problematische Passagen, wie Iran besitze Atomraketen enthielt. Dieses differenzierte Herangehen findet meine volle Zustimmung. Deine Angriffe laß bitte sein, sie schaden uns und entsprechen nicht mal der Wahrheit. Mit freundlichen Grüßen Werner Wendisch, Cottbus
  • Gerda Peters
    02. Feb 2010 13:41
    Respekt für vier mutige Friedensfrauen
    Sehr geehrter Herr Leutert, Sara Wagenknecht, Heike Hänsel, Sevim Dagdelen und Christine Buchholz sind mutige Frauen ! Ihnen gilt mein voller Respekt und meine Anerkennung. Schämen müssen sich die übrigen Bundestagsabgeordneten, die nicht den Mut hatten, das gleiche wie sie, zu tun. Die Rede von Peres war gespickt mit Lügen. Der Iran besitzt keine Atombombe und hat nicht die Absicht ein anderes Land anzugreifen ! Auch fiel kein Wort der Versöhnung und Friedensangebote an die palästinensiche Bevölkerung oder eine Entschuldigung für die von der israelischen Regierung verübten Kriegsverbrechen in Gaza (s. Goldstone-Bericht). Niemanden geht es um eine Relativierung der NS-Verbrechen. Auch nicht den vier Bundestagsabgeordneten. Auch von ihrer Seite ist es angebracht sich für Ihre Angriffe auf Frau Wagenknecht zu entschuldigen und ich möchte Ihnen anraten, sich mit der Geschichte Israels konstruktiv auseinanderzusetzen. Mit freundlichen Grüßen Gerda Peters
  • Yael
    02. Feb 2010 22:24
    Danke
    Sehr geehrter Herr Leutert, lassen Sie sich nicht von der Hetzkampagne, der Sie jetzt leider begegnen müssen und was mittlerweile in Deutschland wieder gang und gäbe ist, nicht beeinflussen. Ich als Jüdin finde es eine Schande wie Wagenknecht und Co sich benommen haben, obwohl ich von dieser Seite im Grunde nichts anderes erwarte. Es ist eigentlich unfassbar, dass StalinistInnen wie z.B. diese Person überhaupt noch in der Linken akzeptiert und hofiert werden. Das macht die Linke unter anderem für mich nicht wählbar. Umso mehr zolle ich Ihnen meinen Respekt. Yael
  • Hugo
    03. Feb 2010 09:40
    Danke Frau Wagenknecht
    Es ist Unglaublich was Sie als Linker loslassen. Sie befürworten die Politik von Israel. Ein Israel was Kriege anzettelt, Land raubt, im eigenen Land Andersdenkende unterdrückt. Sie als Möchtegern Linker unterstützen dies alles. Diese Rede war gespickt von Lüge und Hass gegenüber anderen Völkern. Peres gehört für seine Politik vor ein Kriegsgericht und nicht in den Bundestag. Frau Wagenknecht und andere gebührt Hochachtung und hat noch ein Gewissen. Auch Sie verbreiten Lügen, denn bei der Begrüßung ist auch Frau Wagenknecht aufgestanden,erst nach dieser Rede blieb sie sitzen. Damit zeigen Sie Ihren Charakter,Sie sollten in die CDU eintreten dort ist hier Platz. Jedenfalls hat DIE LINKE einen Wähler künftig weniger, denn solche Leute wie Sie, möchte ich nicht im Parlament haben. Dem Vorstand ist gut geraten diesen Stall gründlich auszumisten. Frau oder Herr YAEL Ihre Meinung verwundert mich nicht, benötigen Sie doch derartige Leute wie Leutert. Andersdenkende werden beschimpft, Kritik an Israel ist nicht erlaubt.Weitere Kommentare erspare ich mir zu Ihnen.
  • Peter Krauß
    03. Feb 2010 10:42
    Kurz und knapp...
    Ich kann es ganz kurz machen:Wie sie sich eingelassen haben ist für einen "Linken" unerträglich,schämen sie sich! S. Wagenknecht hatte allen Grund bei der Rede eines Befürworters von Kriegsverbrechen und Genozid demonstrativ auf Applaus zu verzichten.Nicht sie ist nicht wählbar,nein sie sollten Konsequenzen ziehen! Sollte ihre Partei so weiter machen, dann wählt euch selbst.
  • Yael
    03. Feb 2010 14:24
    Ich bitte darum!
    "Frau oder Herr YAEL Ihre Meinung verwundert mich nicht, benötigen Sie doch derartige Leute wie Leutert. Andersdenkende werden beschimpft, Kritik an Israel ist nicht erlaubt.Weitere Kommentare erspare ich mir zu Ihnen." Ich bitte darum, denn mit Menschen, die die üblichen Sprüche verbreiten (man dürfe Israel nicht kritisieren, es wird zwar ständig und in vor allem Dtl. gern getan, aber man dürfe ja angeblich nicht, bla, bla...) und die zwar einen Menschen nicht kennen, aber genau wissen, was diejenige benötigt, lohnt sich kein Wort der Diskussion. Haben Sie sich gewohl und Tschüss!
  • 03. Feb 2010 15:13
    Kritik an Sitzenbleibern ist gerechtfertigt
    Unabhängig ob man die Kandidatur von Sahra Wagenknecht als stellv. Parteisvorsitzende begrüßt, ist die Kritik an ihren und dem Verhalten der anderen Sitzenbleiberinnen absolut gerechtfertigt. Es kann ja wohl nicht angehen, dass der Tag der Opfer des Nationalsozialismus für die Auseinandersetzung um den Nahostkonflikt missbraucht wird, und das gerade auch noch durch die deutsche Linke. Das Vorfall ist in keinem Fall hinnehmbar, egal was für Erklärungen von den Sitzenbleiberinnen jetzt abgegeben werden. Teilweise verschlimmern diese ja nur noch die Auseinanderstzung.
  • Klara
    03. Feb 2010 17:18
    Ich bewundere Ihre Äußerungen, Herr Leutert!
    Sehr geehrter Herr Leutert, ich finde ihre Position richtig und notwendig! Wenn die LINKE gesellschaftlichen Zuspruch erfahren will, muss sie dem Antizionismus und Antisemitismus eine klare Absage erteilen! Solche regressiven Positionen haben in einer linken Bewegung nichts zu suchen. Viel mehr sollte man sich fragen, wieso Nazis,insbesondere die NPD diesen "Protest" beglückwünschten und begrüßten! Frechheit ist das, wer dieses bewusste Verhalten von Wagenknecht, Buchholz und andere verteidigt! Wagenknecht ist viel zu professionell um nicht abzusehen was das für ein Zeichen ist! Zudem sollte gerade die deutsche Linke endlich aufhören zu glauben eine umfassende Lösung für den Nahost-Konflkt zu kennen! Erst wenn man bei den Gesprächen erkennt, dass wenn man über diesen schrecklichen Konflikt redet, nur über sich selbst und dem Umgang mit der Historie redet, erst dann kann die Debatte vielleicht progressiv sein!
  • G.P.
    03. Feb 2010 19:46
    Wer missbraucht hier wen ?
    Hallo Benjamin, der Missbrauch des Gedenktages des Gedenktages der Opfer durch NS geschah durch Peres und niemanden sonst. Bitte verdrehen Sie jetzt nicht die Fakten ins Gegenteil. Zudem handelt es sich nicht um einen Vorfall, wie sie schreiben, sondern um eine adäuquate Reaktion von leider nur vier BT-Abgeordneten auf die unerträglich kriegshetzerische Rede Peres. G.P.
    • L. Renner
      03. Feb 2010 21:58
      Falsche Freunde
      Na, da sind Sie sich ja mit der NPD einig. Ich unterstelle Ihnen damit beileibe nicht rechte Gedanken. Aber Sie sollten mal überlegen, ob die Trennung von Holocaust-Gedenken und Israel-Debatte nicht zwingend notwenig ist
    • L. Renner
      03. Feb 2010 21:59
      Falsche Freunde
      Na, da sind Sie sich ja mit der NPD einig. Ich unterstelle Ihnen damit beileibe nicht rechte Gedanken. Aber Sie sollten mal überlegen, ob die Trennung von Holocaust-Gedenken und Isael-Debatte nicht zwingend notwenig ist
  • Marcel
    03. Feb 2010 20:24
    Danke Michael
    Ich kann nur sagen: "Danke!". Du hast dass gesagt, was ich mir gedacht habe. Selbst in meinem "Kaff" herschte totales Unverständniss über das Verhalten von diesen "linken" Abgeordneten. Auch wenn es natürlich Kritik am politischen Geschehen in Israel gibt und mensch sicherlich über vieles diskutieren kann, solanges es Antisemtismus auf dieser Welt gibt, ist der Zionismus legetim! Wenn jetzt in Dschland, Freunde und Befürworter von Israel mit Gewalt gedroht wird und diese an denen auch ausgeübt wird, von den Enkeln und Urenkeln der größten Verbechern der Weltgeschichte und diese sich denken, dass wäre links, kann mensch nur mit dem Kopf schütteln und diesen nur sagen: auch bei den Neonazis gibt es (sogenannten) Antikapitalismus und vielleicht sind sie dort viel besser aufgehoben. Genosse Michael, mache weiter so! Den in deren "linken" Welt möchte ich nicht leben! Schöne Grüße, Marcel
    • Hugo
      04. Feb 2010 08:43
      Gleich gesellt sich gern
      In Ihrer kriegerischen einseitigen Welt möchte ich auch nicht sein. Solche Leute wie Sie und dem Gefolge unterstützen Lüge und Hass. Sie sprechen in der Mehrheit, schon hier fängt das Lügen schon an.Welches Recht haben Sie dazu? Ich bin kein Mitglied der LINKEN, kritisiere auch manche Dinge von denen. Aber aufzustehen gegen Kriegshetzer und Unterdrücker anderer Völker,dazu gehört heutzutage schon Mut und das hat Frau Wagenknecht bewiesen. Lesen sie andere Meinungen in den Medien über Leutert´s Äußerungen, da werden Ihnen die Augen geöffnet.
      • Schula
        04. Feb 2010 15:03
        @Hugo
        Kehren Sie erst einmal vor der eigenen dreckigen Haustür. Sie sind nicht einmal in der Lage, andere Positionen zu respektieren, sondern stoßen darauhin nur Beleidigungen und Diffamierungen en Masse raus. So reagieren nur Expremisten und keine Demokraten. Was bilden Sie sich, Sie Paradebeispiel eines Undemokraten eigentlich ein? Antwort unerwünscht, denn mit Menschen, die ihr Proletenum derart vor sich her tragen , gibt man sich nur einmal nicht ab. Uf Mipo!!
  • Achim Mueller
    03. Feb 2010 21:19
    Find ich GUT!
    Mein Leserbrief zu dem jW-Artikel "Zur Rede von Schimon Peres" vom 03.02.2010: Find ich GUT! Ich finde es gut, dass Christine Buchholz und Sahra Wagenknecht sich zum Gedenken an die Opfer des Holocaust erhoben haben. Ich finde es ebenso gut und richtig, dass sie die Kriegstreiberei (gegen fast alle Nachbarn), den fortgesetzten Landraub und die Unterdrückung der Palästinenser durch Israel nicht unterstützen, und dies durch ihr Verhalten auch deutlich zum Ausdruck gebracht haben. Gideon Levy schrieb in der israelischen Tageszeitung Haaretz (28.Januar 2010) einen Beitrag mit dem Titel »Das Holocaust-Gedenken ist ein Segen für Israels Propaganda« - wen wundert es da, wenn "BAK Shalom" als pro-israelische Lobbygruppe voller Verzweiflung Antizionismus und Antisemitismus in einen Topf wirft und für beides Achtung einfordert. Nicht bedenkend, dass der Zionismus auch eine Form des Rassismus ist - gleichzusetzten bspw.mit der Apartheid Südafrikas. Achim Mueller
  • 03. Feb 2010 23:58
    Leutert ist als linker Politiker untragbar
    Nicht Sahra Wagenknecht und andere missbrauchen den Judenmord der Nazis für aktuelle Politik, sondern Schimon Peres missbrauchte das Gedenken, um für einen Krieg gegen den Iran Stimmung zu machen. Begeistert applaudierten Sie diesem Ansinnen. Das ist gleichbedeutend mit einem Herumtrampeln auf den Gräbern der unschuldigen Opfer von 1933 bis 1945. Wer dazu klatscht - Israel schließt nicht einmal den "präventiven" Einsatz von Atombomben gegen den Iran aus - ist als linker Politiker untragbar. Auch wenn Sie noch jung sind, sollten Sie eigentlich soviel historisches Bewusstsein besitzen, dass es bis 1999 reicht. Damals hetzten Scharping, Schröder und Co. mit Auschwitz-Vergleichen zum Kosovo-Krieg. Wir wissen heute, alles war erstunken und erlogen. Mit angeblich humanitären Motiven - "die Russen vom despotischen Zaren befreien" - stimmte schon die SPD 1914 den Kriegskrediten zu und schloss Kriegsgegner wie Liebknecht aus. Eine "hervorragende" Tradition, in die Sie sich da stellen - eine Schande! Im Kapitalismus entscheidet sich an zwei Punkten, wo man politisch steht: Die Rechten stehen für Umverteilung nach oben (soziale Frage) sowie für Krieg nach innen und außen (Friedens- und Demokratiefrage). Sie haben sich auf deren Seite gestellt.
    • Tom H.
      04. Feb 2010 17:58
      @Michael Kraus
      Sie schreiben in Ihrem Kommentar: "Begeistert applaudierten Sie diesem Ansinnen." [Leutert einem Krieg gegen den Iran] Eine Frage: Woher nehmen Sie diese Weisheit? Ich kann nur lesen, dass Leutert Gedenken an NS-Opfer und Irael-Debatte nicht mischen will. Dafür gibt es gute Gründe. Ich habe kein einziges Wort zur Nohostfrage gelesen. Ich weiß nicht, was Leutert darüber denkt. Woher wissen Sie es? Was Sie hier schreiben ist - tut mir leid, ich formuliere ungerne so scharf - nichts als Hetze! Und garantiert nicht links.
  • K.G.
    04. Feb 2010 08:45
    Etwas gelernt?
    Es ist zu hoffen, dass Sie sich jetzt über die deutsche Geschichte informieren. Es sind während der NS-Zeit nämlich nicht nur Juden verfolgt und ermordet worden, sondern aus denselben rassistischen Gründen auch Sinti und Roma. Auch andere Gruppen, die den Nazis nicht ins Bild einer "Volksgemeinschaft" passten, wurden verfolgt und viele von ihnen ermordet. Das hat sogar Norbert Lammert nach 65 Jahren verstanden. Sie wissen es offenbar nicht. Vielleicht lesen Sie bei Norbert Lammert nach: "Wir gedenken heute, am 65. Jahrestag der Befreiung, aller Opfer, die in die Verfolgungs- und Tötungsmaschinerie des nationalsozialistischen Regimes gerieten. Wir gedenken aller, die um ihre Würde, ihre Gesundheit, ihr Hab und Gut, am Ende um ihr Leben gebracht wurden: europäische Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Homosexuelle, politisch Andersdenkende, Künstler, Wissenschaftler, alle, die als sogenannte Feinde des Nationalsozialismus herabgewürdigt wurden. Wir erinnern auch an diejenigen, die deshalb schikaniert, inhaftiert, gefoltert und ermordet wurden, weil sie Widerstand leisteten oder verfolgten Menschen Schutz und Hilfe gewährten." K.G.
  • Stanislaus Turba
    04. Feb 2010 08:56
    Die Genitivpeitsche knallt
    - Sorry, Kommentar war off topic -
  • G.P.
    04. Feb 2010 16:30
    Zur Historie Israels
    Sehr geehrter Herr Leutert, es ist jetzt viel geschrieben worden. Hier noch ein zur Ergänzung ein Beitrag der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost" zum Gedenktag für die Opfer der Nazibarbarei �27. Januar 2010 Schimon Peres als Redner im Bundestag �ein Affront ... Lassen wir Fakten sprechen: In den 1950er Jahren war Schimon Peres der �rchitekt" des israelischen Atomprogramms, das heißt der atomaren Bewaffnung Israels. Als er ein Mal wirklich die Chance hatte, Israels Politik zu wenden, was tat er da? Nach der Ermordung von Yitzhak Rabin durch einen rechtsradikalen jüdischen Bürger Israels, als die friedensunwillige Rechte in der Defensive war, denn einer der Ihren hatte den Konsens gebrochen und "jüdisches Blut" vergossen, wurde Peres Ministerpräsident. Er hätte seine Position nutzen können, die Friedensverhandlungen mit Syrien fortzuführen und eine neue Friedensoffensive gegenüber den Palästinensern zu eröffnen. Leider hat Peres diese historische Möglichkeit nicht wahrgenommen. Um die kommenden Wahlen zu gewinnen, hielt er es für klug, sich als harter Feldherr zu präsentieren, griff aus nichtigem Anlass den Libanon an und ließ dort (angeblich versehentlich) ein Massaker unter der Zivilbevölkerung anrichten. Diesem Artillerieangriff auf die Ortschaft Kana fielen 106 Zivilisten zum Opfer, 116 weitere wurden verletzt. Der Angriff richtete sich gegen einen Posten der UNO-Beobachtungstruppe UNIFIL, die auch Opfer zu beklagen hatte. In seiner kurzen Regierungszeit ließ Peres außerdem den militärischen Geheimdienst einen in Zypern seit Jahren ruhiggestellten Konstrukteur palästinensischer Bomben (den �ngenieur") ermorden �einen Schritt, den sein Vorgänger Rabin bewusst unterlassen hatte. Peres löste mit all diesen Aktionen eine Welle palästinensischer Bombenattentate in Israel aus und verlor dann 1996, nach wenigen Monaten Amtszeit, folgerichtig als unglaubwürdiger Friedensfürst die Wahlen gegen die Originalversion eines rechtsgerichteten Politikers - Benjamin Netanjahu. In den letzen Jahren ist nicht bekannt geworden, dass Peres sich in irgendeiner Weise kritisch zur israelischen Besatzungs- und Kriegspolitik geäußert hätte. Ganz im Gegenteil verteidigte er erst vor einigen Monaten heftig die Errichtung weiterer illegaler Bauten im von Israel besetzten Westjordanland und Ostjerusalem. Im Sinne offiziöser israelischer Public Relations unternimmt er wüste Attacken gegen Richard Goldstone, der als unparteiischer UNO-Berichterstatter Israels Menschenrechtsverletzungen bei der Attacke gegen Gaza, wie auch die Menschenrechtsverletzungen von palästinensischer Seite, aufgelistet hat. Eine gegenüber der Nazi-Vergangenheit Deutschlands vermeintlich sensible Politik Deutschlands, deren eigentlicher Kern aber eine Art �eutsch-israelische Waffenbrüderschaft" darstellt, birgt große Gefahren - sie beteiligt sich indirekt an der Unterdrückung der Palästinenser und sie schädigt zugleich die Interessen der Israelis an einem dauerhaften Frieden. Sie verspielt schließlich die Glaubwürdigkeit des Gedenkens an die Nazibarbarei und fügt damit der politischen Kultur unseres Landes großen Schaden zu. Die Menschenrechte sind unteilbar und brauchen glaubwürdige Befürworter. Daher hätte es der Bundesrepublik gut angestanden, Richard Goldstone statt Peres als Gedenkredner einzuladen. Jüdische Stimme, .pdf-Datei, T:I:S, 3. Februar 2010 aus: www.steinbergrecherche.com Und ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist, dass Siesich zu den vielen Stellungnahmen äußern. Sind Sie bereit ? Mit freundlichen Grüßen G.P.
  • Carsten Gruhne
    07. Feb 2010 21:28
    Fassungslos
    Es tut mir einfach nur leid, daß Sie offenbar den kriegstreiberischen Kurs Israels, seine Verbrechen gegenüber der Palästinensern und seine rassistische Innenpolitik akzeptieren. Ich bin kein Feind Israels und kein Freund der Hamas, aber was dort auch unter Peres Augen vor sich geht, verlangt von einem Menschen, der aus dem deutschen Faschismus mehr Lehren zieht, als nur bedingungslose Israel-Ergebenheit einfach sitzenzubleiben! Wie kann ein Mensch nur so selektiv bezüglich Menschenrechten und Verbrechen gegen selbige sein! Ich frage mich ernsthaft: Wenn Sie links sind, was bin dann ich?
    • Enico Huber
      08. Feb 2010 10:32
      Bitte lesen
      Sie sind jemand der nicht lesen kann!!! Vieleicht sollte bei er ganzen verblendeten Hetze erstmal alles genau durchgelesen werden. Es ist schon lustig was Sie und andere alles so aus einem Zitat heraus lesen können. Objektives Denken will auch gelernt sind. Die meisten Kommentare sprechen zum Glück für sich :-)
  • Dietrich Hyprath
    10. Feb 2010 21:46
    Psychologische Kriegsführung
    Guten Tag, Herr Leutert, 1) Wie kann es sein, dass sich ein israelischer Präsident am 27. Januar 2010 den deutschen Bundestag aussucht, und ihn unwidersprochen als Plattform für einen Akt der psychologischen Kriegsführung aussucht? Shimon Peres behauptete: "Ein Regime, das Atomkraftwerke und Nuklearraketen besitzt, und damit seine Nachbarn bedroht, ist eine Gefahr für die Menschheit". Wenn Peres damit nicht Israel gemeint hatte, verbreitete er wissentlich eine Propagandalüge zu Lasten des Iran, die - falls man einen Rest von Menschnverstand gehabt hätte - einen heftigen Protest seitens aller Anwesenden und der Medien hätte auslösen müssen. Herrn Peres eine stehende Ovation zu verweigern - wie es Sahra Wagenknecht und Sevin Dagdelen - demonstriert haben, spricht für deren Souveränität und moralische Aufrichtigkeit. Shimon Peres hat einen Versuchsballon gestartet, um zu beobachten, wie viele Lügen den deutschen Parlamentariern, Medienleuten und dem deutschen Volk zum Zwecke der Kriegseinstimmung noch zuzumuten ist. Er hat einer gespenstischen Veranstaltung, der gemeinsamen deutsch-israelischen Kabinetssitzung der Vorwoche noch die zeitgemässe un verdiente Narrenkappe aufgesetzt. 2) Es hat sich wohl auch bei Ihnen die Erkenntnis duchgesetzt, dass die Kumpanei mit dem Zionismus förderlich für die Karriere in Kultur und Politik ist. Dies auf dem Rücken von Parteigenossinnen auszutragen, ist widerwärtig. Können Sie eigentlich noch in den Spiegel schauen? Ich finde, Sie sollten sich abgrundtief schämen, Herr Leutert. Mit besten Grüßen, Dietrich Hyprath
    • Martin Fischer
      11. Feb 2010 09:18
      offener Antisemitismus
      jaja, wie sagte schon Hitler: "Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!" Meinten Sie das? Ihr Kommentar ist struktureller Antisemitismus vom Feinsten!
  • Dietrich Hyprath
    11. Feb 2010 17:58
    Psychologische Kriegsführung
    Betrifft: Offener Antisemitismus Sehr geehrter Herr Fischer, Sie kennen "Ihren" Hitler. Das ist schon mal sehr fortschrittlich. Vielleicht sollten Sie sich in ähnlicher Intensität mal mit dem Judentum auseinandersetzen. Hierzu empfehle ich Ihnen, den Leserbrief des Herrn Reuven J. Cabelman aufmerksam zu studieren. Zu finden in dieser Rubrik: Schlagwort "Wagenknecht"unter "Holocaust-Marktplätzen eines verordneten "Erinnerns". Ich persönlich stehe voll hinter den Ausführungen des Herrn Reuven Cabelman und bedaure die Unhöflichkeit des Adressaten MdB Leutert, nicht auf die Korrespondez einzugehen. Wenn Ihnen, Herr Fischer, ein wenig Erleuchtung zuteil geworden ist, und Ihnen ausser dem Gebrauch der Antisemitismus-Keule auch noch Sachargumente einfallen, bin ich gerne bereit, mich mit dem Verhalten der Damen Wagenknecht und Dagdelen gegenüber Herrn Peres weiterhin auseinanderzusetzen. Ansonsten verschwenden wir unserer beider Zeit. Mit freundlichen Grüssen, Dietrich Hyprath

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