Am Montag um 16:16 trafen sich ber 200 Kinder und Jugendliche, hauptschlich schwarz gekleidet (Trauerkleidung), zu einem sogenannten Flashmob vor dem Rathaus und lieen Seifenblasen in den chemnitzer Himmel steigen. An der Aktion nahm auch Freya-Maria Klinger, Chemnitzer Landtagsabgeordnete der LINKEN, teil. Zeitgleich fanden Flashmobs auch in anderen Stdten Sachsens statt.
Die Aktion hatte ihren optischen Reiz, aber einen ernstes Anlass. Es handelt es sich um einen Protest, gegen den Kahlschlag der Landesregierung bei der Jugendfrderung. Die Schsische Regierung plant die schlimmsten Krzungen beim Kinder- und Jugendetat seit 1990. Durch die geplante Krzung der Jungendpauschale von 14,30 Euro auf 10,40 Euro, fehlen den Kommunen auf einen Schlag 30% der Landesmittel fr Kinder- und Jugendarbeit. Die Kommunen die diese ca. 4 Millionen Euro nicht abfangen knnen, werden diese Einschneidungen direkt an die freien Trger weitergeben.
Fr die schon jetzt von Sparprogrammen gebeutelten Projekte und Einrichtungen ist das eine Katastrophe. Die Krzungen der Landesregierung betreffen die Arbeitspltze gut ausgebildeter Sozialpgoginnen und Sozialpdagogen. Menschen dessen Arbeit fr die Zukunft und die Trume schsischer Jugendlicher unentbehrlich sind. Die schon jetzt durch regionale Krzungen, wie in Chemnitz am Ende des letzten Jahres, nur noch schwer zu erhaltenen Strukturen knnen die manahmen berwiegend nicht mehr abfangen.
Die Einsparmanahmen treffen besonders Kinder und Jugendliche aus ohnehin gesellschaftlich benachteiligten Schichten sowie solche aus lndlichen Gebieten,in denen es wenig Angebote gibt. Doch gerade angesichts von Bildungsbenachteiligungen sozial Schwacher und einer wesentlich hheren Armutsrate in Ostdeutschland braucht es funktionierende Jungend- und Kinderfrderung. Sie schafft Voraussetzungen fr eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft, wo sonst kultureller und sozialer Ausschluss droht. Durch Entscheidungen wie die der schsischen Landesregierung wird soziale Spaltung nicht bekmpft sondern gefrdert. Letztlich brauch man sich dann nicht zu beklagen,wenn Nazis nur zu gerne in die Leerstellen stoen und ihre Angebote unterbreiten, ihre Strukturen schaffen.
Die Zukunft der schsischen Jugend darf nicht einer sozial unausgewogenen Haushaltspolitik geopfert werden. Ich untersttze die Organisatoren der Aktion und rufe dazu auf sich an den noch kommenden Protesten, gegen die geplanten Krzungen der schsischen Landesregierung zu beteiligen sowie sich in die jeweiligen Petitionen einzutragen:
http://www.kjrs-online.de/
http://jugend-ist-mehr-wert.de
Reichtumsuhr auf eigener Seite einbinden
Quelle: www.vermoegensteuerjetzt.de