Michael Leutert
"Dass er von Rot-Grün nominiert wurde, zeigt nun zweierlei. Erstens offenbart die gemäßigte deutsche Linke, dass sie niemanden in ihren eigenen ideologischen Reihen gefunden hat, dem sie das höchste Amt im Staat zutraut. Die Personaldecke für Führungsaufgaben scheint bei den Öko-Sozen extrem dünn zu sein. Zweitens schätzt sie dieses höchste Amt in seiner Bedeutung und Funktion derart gering ein, das sie dort am liebsten einen von der Gegenseite sieht, wenn er nur geeignet genug ist, der Regierung von Angela Merkel eine empfindliche Schlappe zuzufügen. Mag der Teufel im Schloss Bellevue residieren, Hauptsache er hat die Kanzlerin geärgert. Verächtlicher lässt sich über das Amt des Bundespräsidenten kaum befinden."
...das find ich auch! Es sagt aber nicht nur was über ihre Haltung zum Amt des Bundespräsidenten aus, sondern generell über das Politikverständnis der Spitzen von SPD und Grünen. Wenn es um politische Macht oder wie hier auch nurn einen politischen Effekt geht, stehen die Inhalte hintenan.
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