Michael Leutert
Foto: m.f.
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Die sächsischen Bundestagsabgeordneten der LINKEN waren in der zurückliegenden Woche gemeinsam mit Fachpolitikerinnen und mit Umwelt- und Energieexperten in ganz Sachsen unterwegs. Unter dem Motto „Die Zukunft ist erneuerbar!“ informierten sie sich fünf Tage lang in insgesamt 19 Einzelveranstaltungen über den Stand der erneuerbaren Energien und stimmten sich so auf heiße Debatten im Herbst im Bundestag zum Energiekonzept der Regierung ein.
Die sächsische LINKE gab in ihrem vergangenen Woche vorgestelltem Energiekonzept das Ziel 2040 für den Ausstieg aus der Braunkohle in Sachsen aus. Bis zur Mitte des Jahrhunderts sollen deshalb die erneuerbaren Energien den kompletten Strombedarf in Sachsen zu sozialverträglichen Bedingungen abdecken.
Michael Leutert, Sprecher der Landesgruppe zieht eine Bilanz der Tour:
„Wir waren u.a. mit Energiebauern, mit Betreibern von Wasserkraft-, Bürger- und Solaranlagen, Stromnetzen und Energiespeichern, der Leipziger Strombörse und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum im Gespräch. Überall sind uns Menschen begegnet, die mit großen Engagement für saubere Energie und Energieeffizienz arbeiten. Wir sind aber auch auf Hemmnisse gestoßen. So ist die Beschaffung von geeigneter Biomasse aus dem Nahraum nicht immer ganz einfach. Hier braucht es regional eine koordinierende Hand, so wie es gegenwärtig die Energie-Agentur Neiße anstrebt.
Die Planung und Errichtung von Biogasanlagen bringen bei Anwohnern oft Ängste aber auch Vorurteile zum Vorschein, die es verstärkt durch die Politik zu moderieren gilt. Erzeuger der grünen Energie beklagten häufig, dass es in Verwaltung und Politik an entsprechenden Wissen und Kenntnissen fehlt. Die Regionalpläne zur Ausweisung von Nutzungsflächen halten oftmals mit der technologischen Entwicklung nicht Schritt, so ist eine schnellere fachkompetente Anpassung beispielsweise für die neue Generationen von Windkraftanlagen nötig.
Zentrales Thema ist jedoch der Netzausbau, hier muss mehr passieren, damit die dezentrale Einspeisung von erneuerbarer Energie nachhaltig Vorfahrt erhält und zur Grundlastfähigkeit des grünen Stroms beiträgt. Unverständlich bleibt, warum die dringend benötigten Speicherkapazitäten im Netz nicht weiter ausgebaut werden. Hemmnisse bei der Kapazitätsausnutzung und -erweiterung von Pumpspeicherwerken müssen beispielsweise dringend beseitigt werden.“