DIE LINKE.

Michael Leutert, MdB (DIE LINKE.)


06.03.2011

Demokratiedebatte nach Friedenstag

Die Zahl der Demonstranten gegen den NPD-Aufmarsch blieb unter den Erwartungen

Grit Baldauf, Robert Meyer, Benjamin Lummer (Freie Presse)
dd
Wie engagiert und wehrhaft muss Demokratie sein? Diese Debatte ist nach dem Chemnitzer Friedenstag in der Stadt entbrannt. Rund 1000Demonstranten hatten am Samstag gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD protestiert. Unter massivem Polizeischutz und lautstarkem Protest hatten rund 400 Rechte vom Bahnhof über die Georg- und Mühlenstraße auf dem Innenstadtring ihren so genannten Trauermarsch abgehalten. In der Nähe des Stadtbades zogen sie an den Gegendemonstranten vorbei, die sie hinter Polizeiabsperrungen mit Pfiffen und "Nazis raus"-Rufen empfingen. Am 5. März vor 66Jahren war die Stadt bei Luftangriffen stark zerstört worden.

(...)

Einen Versuch von Gegnern des NPD-Aufmarsches, nahe dem Stadtbad eine Blockade zu errichten, vereitelte die Polizei. "Wir waren leider absolut zu wenige Demonstranten", resümierte Bundestagsmitglied Michael Leutert (Die Linke). Wenige Meter neben Karin Höfer marschierten die Nazis vorbei. Lautstark verkündete die Rentnerin ihrer Wut darüber: "Es müssten noch viel mehr Menschen dagegen auf die Straße gehen", schimpfte die 66-Jährige aus Reichenbach im Vogtland.

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