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Berlin - In der Auseinandersetzung über den Vorwurf des Antisemitismus in der Linkspartei hat Parteichef Klaus Ernst in der Bundestagsfraktion einen Eklat ausgelöst. In einer Sitzung am Dienstagabend griff Ernst den Abgeordneten Michael Leutert nach Angaben aus Teilnehmerkreisen lautstark an. Leutert hatte ihm im Umgang mit dem Präsidenten des Zentralrates der Juden, Dieter Graumann, einen 'nicht angemessenen Tonfall' bescheinigt. Leuterts Äußerungen stünden in keinem Verhältnis zu dessen 'Lebensleistung', monierte Ernst aufgebracht. Nach diesem Angriff auf Leutert verließen ein Dutzend Abgeordnete, unter ihnen Fraktions-Geschäftsführerin Dagmar Enkelmann, empört den Saal. Im weiteren Verlauf der Sitzung äußerte Ernst zwar Bedauern über seine Wortwahl, blieb aber im Kern bei seiner Kritik. 'Sein Job wäre es gewesen, den Laden zusammenzuhalten. Gemacht hat er das Gegenteil', sagte ein Fraktionsmitglied am Mittwoch über Ernst, der schon länger dafür kritisiert wird, für einen Parteivorsitzenden nicht integrativ genung zu wirken. (...)