19.12.2008

Wirtschaftskrise in Chemnitz

Erste Auswirkungen spürbar

Michael Leutert

Diesem Hinweisschild werden in Zukunft wohl noch mehr Menschen folgen müssen. Doch nicht nur Arbeitslose, sondern auch Unternehmen gehen zur Zeit bei der Agentur für (Kurz)Arbeit ein und aus. Nach aktuelle Meldungen gibt es im Raum Chemnitz einen dramatischen Anstieg der Kurzarbeit. Knapp 180 Firmen aus den Bereichen Chemnitz und Zwickau haben bereits Kurzarbeit angemeldet. Das sind, nach Auskunft der Chemnitzer Arbeitsagentur, fünf Mal so viele wie im Vorjahr. Von der aktuellen Kurzarbeitswelle sind über 4500 Arbeitnehmer betroffen. Allein in den Betrieben des Automobilzulieferers Continental sind es 890 Mitarbeiter und das ist nur die Spitze des Eisberges. Gleichfalls warnt die Arbeitsagentur vor einem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Es wird befürchtet, dass immer weniger Auszubildende nach dem Ende ihrer Ausbildung übernommen werden.
Zwiespältig ist die Haltung der IHK Chemnitz. Einerseits warnt sie vor einer Panikmache und redet von normalen Zyklen des Aufschwungs und Abschwungs, andererseits ist es wohl mehr als bedenklich, wenn ausgerechnet die Speditionsfirma des IHK Präsidenten Michael Lohse (CDU) Insolvenz anmelden muss. So drückt sich Wirtschaftskompetenz in der Regel nicht aus.

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