30.06.2009

Bürgerkrieg auf dem Kaßberg?

Terrorismusexperte warnt vor sozialen Unruhen

Michael Leutert

Als Folgen der Wirtschaftskrise drohen auch in der Bundesrepublik soziale Unruhen auszubrechen und die Regierung stellt sich darauf ein. Das behauptet zumindest der so genannte "Terrorismusexperte" Ulfkotte in seinem neuen Buch "Vorsicht Bürgerkrieg!". Nach seinen Recherchen kursieren angeblich bei den deutschen Sicherheitsbehörden streng vertrauliche Listen mit sozialen Brandherden quer durch die BRD. Darin seien Stadtteile und Orte aufgeführt, in denen Sicherheitsexperten starke soziale Unruhen, Krawalle und Revolten demnächst für wahrscheinlich halten.
Neben dem Ruhrgebiet und problembelastete Stadtteilen in Hamburg, Bremen, Berlin, Frankfurt, München und Hannover sind es vor allem die neuen Bundesländer in denen Unruheherde vermutet werden. Danach rechnen angeblich Staatsschutz und Verfassungsschutz mit der Gefahr sozialer Unruhen vor allem in den Leipziger Stadtteilen Leutzsch und Kleinzschocher und in Dresden-Prohlis und -Pieschen, sowie in Hoyerswerda und, man lese und staune, in Chemnitz auf dem Kaßberg.
Nach welchen Kriterien nun ausgerechnet der Kaßberg ausgesucht wurde, erschließt sich mir nicht unbedingt. Die Stadtteile mit sozialen Problemlagen tragen in Chemnitz eigentlich andere Namen. Aber vielleicht war ja auch das Fehlen von ausreichenden Parkplätzen das entscheidende Kriterium, welches den Kaßberg zum potentiellen sozialen Unruheherd macht? Das wäre eventuell nachvollziehbar, hätte aber mit der Wirtschaftskrise wenig zu tun.

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