09.02.2010

Beim Verband der Nord- und Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

Treffen in Chemnitz

Michael Leutert

Letzte Woche habe ich mich im Technologiezentrum in Chemnitz mit Bertram Höfer, dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Nord- und Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, getroffen, um mich über die Situation der Branche zu informieren.
Ich muss zugeben, dass vor dem Gespräch meine Vorstellungen von der Textilindustrie noch durch meine eigenen Erfahrungen aus dem PA(=Produktive Arbeit)-Unterricht bestimmt gewesen sind: stickige Hallen, laute Maschinen und eben die Produktion von Bekleidung.
In dem Gespräch wurde schnell deutlich, dass diese alten Bilder nicht der Realität entsprechen. Bekleidung macht weniger als 30% der Produktion in Deutschland aus. Statt dessen werden unter anderem High-Tech-Stoffe für die Autoindustrie, Fußboden- und Wandstoffe oder spezielle Abdichtungen produziert.
Allerdings hat die Branche nach den Worten von Herrn Höfer weiter mit dem Image zu kämpfen, das eben auch bei mir noch im Kopf war. Aus diesem Grund gebe es Nachwuchsprobleme. Darüber hinaus mache sich gerade in Ostdeutschland die dünne Kapitaldecke der Unternehmen in Kombination mit Schwierigkeiten, einen Kredit zu erhalten, bemerkbar. Hier haben die Kredite und Bürgschaften der Bundesregierung für die Banken nicht gegriffen. Die Kredite werden nicht nach unten durchgereicht.
Wir haben in dem Gespräch vereinbart weiter im Gespräch zu bleiben. Ich werde meine Möglichkeiten als Haushaltspolitiker nutzen, um weitere Informationen zur Lage der ostdeutschen Textilindustrie im Parlament einzufordern. Außerdem hat mich Herr Höfer zu einer Betriebsbesichtigung eingeladen ...dann habe ich auch endlich neue Bilder im Kopf ;-)

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