08.03.2012

„Ich verkörpere nicht mehr die Zukunft“

Lothar Bisky

Matthias Meisner (Der Tagesspiegel)

Der Philosoph und Kulturwissenschaftler hat die Linkspartei geprägt wie neben ihm nur Gysi und Lafontaine. Jetzt tritt Lothar Bisky ab. Ein Portrait.

Es tue ihm, sagt Gregor Gysi, „fast ein bisschen weh.“ Lothar Bisky, sein langjähriger Mitstreiter an der Spitze der Linken, tritt ab als Fraktionsvorsitzender der Europäischen Linken. Das ist, nach Biskys Rückzug aus der Parteiführung vor zwei Jahren, ein weiterer Einschnitt. „Es gibt dafür gar keinen politischen Grund“, versichert Gysi, der Vorsitzende der Bundestagsfraktion. „Richtig ans Herz gewachsen“ sei ihm Bisky: „Unsere Partei hat ihm wirklich sehr sehr viel zu verdanken.“

(...)

Genossen meinen, Bisky sei „ein bisschen müde“ geworden. Das trifft es. Der sächsische Bundestagsabgeordnete Michael Leutert twitterte: „Misch Dich bitte weiter ein! Einen wie Dich hört man auch ohne laute Töne.“ Ein anderer sagt, Bisky werde als Moderator und Integrator auch künftig gebraucht. Und ohne Verantwortung „wieder quicklebendig“ sein. Ob das so kommen wird, muss sich erweisen.

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