06.03.2012

Polizei erntet nach Friedenstag Lob, Zweifel und Kritik

Berichte über Störung durch 150 Gewaltbereite werfen Fragen auf

Michael Müller (Freie Presse)
am 5. März in Chemnitz

Chemnitz. Welch ein Unterschied zum vergangenen Jahr: Die Organisatoren der Veranstaltungen zum 5. März mit mehreren Tausend Teilnehmern äußern sich nahezu durchweg positiv über die Resonanz auf die einzelnen Veranstaltungen und mit Blick deren offenbar überaus friedlichen Verlauf. Ausdrückliches Lob gibt es für die Kooperationsbereitschaft von Polizei und Ordnungsbehörde - bei zum Teil deutlicher Kritik an scharfen Personenkontrollen und einer intensiven Videoüberwachung. Der Chemnitzer Landtagsabgeordnete Klaus Bartl (Die Linke) kündigte an, die Zugangskontrollen der Polizei an den Eingängen zur Auftaktveranstaltung einer Demonstration am Hauptbahnhof im Landtag thematisieren zu wollen. "Wir müssen klären, ob ein Verstoß gegen das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit vorliegt", sagte er.

Sabine Kühnrich von der Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag zeigte sich glücklich. "Alle Beteiligten haben wesentlich mehr Leute auf die Straße gebracht als in den vergangenen Jahren. Das ist absolut positiv", sagte sie. "Es war laut, bunt, vielfältig und alle Generationen waren auf der Straße." Ähnlich die Einschätzung der Initiatoren der Demonstrationen gegen Rechts. "Alles wunderbar - wir sind zufrieden", bilanzierte Stella Meyer vom Bündnis Chemnitz nazifrei. Der Bundestagsabgeordnete Michael Leutert (Die Linke) sprach von einem "großen Fortschritt" im Vergleich zu 2011.
(...)

zum vollständigen Artikel>

Ausdrucken | Versenden

Termine
Twitter / Facebook Empfehlen Twitter Facebook
Aktuelle Schlagworte