29.03.2012

Schlecker: Sächsische Landesregierung stiehlt sich aus der Verantwortung

gemeinsame Erklärung von Rico Gebhardt und Michael Leutert

Michael Leutert

Schlecker-Frauen eiskalt abserviert - auf Bundes- wie auf Landesebene zeigen besonders die zuständigen FDP-Minister, dass ihnen jegliches soziales Verantwortungsgefühl fehlt.

"Die sächsische Landesregierung hat mit ihrer Ablehnung einer Bürgschaft für eine Schlecker-Transfergesellschaft die Schlecker-Frauen eiskalt abserviert", erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der LINKEN Sachsen. Michael Leutert, Sprecher der Landesgruppe Sachsen der LINKEN im Bundestag fügt hinzu: "Sowohl auf Bundes- wie auf Landesebene zeigen besonders die zuständigen FDP-Minister, dass ihnen jegliches soziales Verantwortungsgefühl fehlt."

Gebhardt weiter: "Die Behauptung des sächsischen Wirtschaftsministers
Morlok, eine Transfergesellschaft würde nicht den Interessen der Schlecker-Frauen dienen, ist zynisch. Ohne diese Gesellschaft fallen sie sofort in die Arbeitslosigkeit und können schlechter qualifiziert und in neue Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Die sächsische Landesregierung will sich aus der Affäre ziehen, weil in Sachsen weniger als zehn Prozent der Schlecker-Frauen beschäftigt sind. Dies ist nicht nur unsolidarisch, sondern bietet den meist niedrig qualifizierten Beschäftigten wenig Aussichten bei der Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit in Sachsen. Aktive Arbeitsmarktpolitik sieht anders aus, Herr Morlok!"

"Weder die Bundes- noch die sächsische Landesregierung ist mit der heutigen
Entscheidung aus ihrer Verantwortung entlassen", so Michael Leutert."Wenn
Rettugsschirme in aberwitziger Höhe für Banken möglich sind, muss es auch
möglich sein, rund 11200 Beschäftigte vor der Arbeitslosigkeit zu retten."

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