10.02.2014

Sachsens Unternehmer zeigen offen ihren Unmut

Beschlüsse der Großen Koalition zu Rente und Mindestlohn kritisiert

Christoph Ulrich (Freie Presse)

Die sächsischen Unternehmer fürchten um ihre Wettbewerbsfähigkeit, wenn die Vorhaben der Großen Koalition in Berlin Wirklichkeit werden. Das wurde am Donnerstag auf dem "Parlamentarischen Abend" der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) deutlich. Mit den Beschlüssen zum Mindestlohn, zur Rente mit 63 und den Vorhaben zur Energiewende zeigten sich die rund 150 anwesenden Unternehmer unzufrieden. "Lassen Sie es nicht zu, dass unsere Wettbewerbsfähigkeit leichtfertig verspielt wird", forderte Wolfgang Topf, Präsident der IHK Leipzig, die anwesenden Bundestagsabgeordneten aus Sachsen auf. Die neue Bundesregierung habe bisher keine befriedigende Antwort auf die größten Herausforderungen in Deutschland gefunden, wie etwa die Gestaltung des demografischen Wandels, meinte Topf. "Die Neuregelung der Rente ist das falsche Signal", sagte der Leipziger IHK-Präsident. Er warnte davor, dass die wirtschaftlichen Risiken kontinuierlich steigen.

Die Parlamentarier verteidigten insbesondere die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns. Simone Raatz (SPD) wies darauf hin, dass es in vielen Ländern Europas bereits einen Mindestlohn gebe und es dort auch nicht zu wirtschaftlichen Verwerfungen gekommen sei. Michael Leutert (Die Linke) erinnerte daran, dass die Linkspartei den Mindestlohn zuerst gefordert habe und jetzt den Weg zu einem flächendeckenden Mindestlohn unterstütze. (...)

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