24.02.2014

Von der Leyens »weiche« Landung

Milliardenverschwendung im Bendler Block

René Heilig (neues deutschland)
nd (Druckausgabe)

Das Beste sei gerade gut genug für die Soldaten im Einsatz, sagt das Verteidigungsministerium - und hortet Kostenrisiken in unbekannter Milliardenhöhe. Alles nur Managementfehler?

Kein böses Wort gegen ihren Vorgänger! Ursula von der Leyen, die Neue im Bendler-Block, sagt: Ohne die Vorarbeiten ihres Parteifreundes Thomas de Maizière hin zu mehr Transparenz wäre sie noch härter aufgeschlagen. Nachdem er als Verteidigungsminister beim Projekt EuroHawk die Reißleine gezogen hat, weil die Bundeswehr für immer mehr Geld immer weniger Aufklärungsdrohne bekommen hat, ahnte seine Nachfolgerin, dass der Vogel nicht das einzige flügellahme Protzprojekt im Rüstungsbereich ist.

Sie begann zu fragen und erfuhr, dass sogar wichtige Projekte bis zu zehn Jahren hinter ihrem Fertigstellungstermin hinterherhinken, dass Industrie und Beamte im Verein Entwicklungsrisiken generell klein reden, dass ihr Haus Minderleistungen der Industrie achselzuckend akzeptiert, dass man sich um Zulassungsprobleme zu selten Gedanken macht und dass man die wahren Kosten von Waffen und Gerät verschweigt. Nur scheibchenweise kommt die Wahrheit ans Licht, klagt die Ministerin und ist dabei vermutlich noch zu optimistisch.

Beispiel 1, der Panzerabwehrhubschrauber »Tiger«, ein deutsch-französisches Projekt. 1987 hat man dessen Entwicklung vereinbart. Damals gab es noch Panzer, gegen die er im Ernstfall hätte antreten können. 1998 berechnete man als Gesamtbeschaffungskosten für einen inzwischen zum »Unterstützungshubschrauber Tiger« umbenannten Helikopter 15 385 365 Euro. Fünf Jahre später vereinbarte man mit dem Hauptauftragnehmer Airbus...

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