02.10.2014

Bei den Eisenbahnfreunden in Hilbersdorf

Industrietradition in Chemnitz

Michael Leutert

Chemnitz hat eine große Tradition als Eisenbahnstadt. Als Industriestadt Sachsens haben hier Tausende bei der Eisenbahn gearbeitet, nicht umsonst hatte unsere Stadt den Ruf eines 'sächsischen Manchesters'. Einer der größten Rangierbahnhöfe Deutschlands entstand bis 1900 in Chemnitz-Hilbersdorf.

Diese Tradition steckt auch im Namen des Vereins der Eisenbahnfreunde Richard Hartmann e.V., steht der Name Hartmann doch für den chemnitzer Maschinen- und damit auch Lokomotivenbau. Der 2001 gegründete Verein betreibt das Technikmuseum Seilablaufanlage des ehemaligen Rangierbahnhofs Chemnitz-Hilbersdorf und setzt Teile der alten Anlage nach und nach wieder entstand. Was dort in den letzten Jahren ausschließlich mit ehrenamtlichen Einsatz und Hilfe von Angehörigen des Bundesfreiwilligendienstes entstanden ist, ist beeindruckend - nicht nur für Eisenbahnfreunde. Ich kann allen nur empfehlen, das Technikmuseum zu besuchen.

Ich selbst habe nun schon einige Jahre zu den Eisenbahnfreunden Kontakt. Als Chemnitzer Bundestagsabgeordneter hatte ich mich dafür eingesetzt, dass dem Verein Fördermittel des Bundes für seine Arbeit zugute kommen, was schließlich auch geklappt hatte. Seitdem ist der Kontakt nicht abgerissen. Erst kürzlich war ich eingeladen, um gemeinsam mit anderen Gästen einen weiteren Meilenstein der Museumsarbeit: die Wiedereröffnung des sanierten Maschinenhauses der früheren Seilablaufanlage des Rangierbahnhofes. Und das wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich bei den Eisenbahnfreunden gewesen bin.

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