02.02.2015

Gespräch mit Bischof Raúl Vera aus Mexiko

zur Menschenrechtslage in Mexiko

Michael Leutert

Als Vorsitzender der deutsch-mexikanischen Parlamentariergruppe habe ich mich heute mit dem Bischof Raúl Vera aus Mexiko und ihn begleitenden Angehörigen einer mexikanischen Nichtregierungsorganisation (NGO) getroffen. Dabei waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Menschenrechtsausschusses und der deutsch-mexikanischen Parlamentariergruppe. Damit ist auch schon klar, worum es ging: Die Menschenrechtslage in Mexiko allgemein und speziell in Guerrero.
Eine der Teilnehmerin der Reisegruppe war die Witwe eines sozial engagierten Ingenieurs, der von dem Bürgermeister in Iguala selbst im Jahr 2013 erschossen worden ist. Dieser Fall wurde in Mexiko auch vom UN-Hochkommissariat für Menschenrechte bei den Behörden angesprochen, es erfolgte aber keine Strafverfolgung.
Für mich geht es bei solchen Gesprächen darum, möglichst viele Informationen aus erster Hand und eben nicht nur von staatlichen Stellen zu bekommen. Dazu war das Treffen sehr nützlich. Als deutsche Parlamentarier müssen wir überlegen, wie wir über die deutsch-mexikanschen Beziehungen Einfluss auf die Menschenrechtslage nehmen können. Dies ist ein schmaler Grad. Denn der Abbruch von offiziellen Beziehungen oder die Bevormundung kann schnell kontraproduktiv werden. Die NGO, von der Vertreter mit dabei, waren, wurde im letzten Jahr aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts gefördert. Dies ist einer von vielen Hebeln, die sich bewegen lassen.
Auf dem Foto seht ihr die heutigen Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer. ich denke Bischof Raúl Vera ist gut zu erkennen.

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