09.03.2015

Frauentag in Chemnitz: Diesmal auch am 9. März

Blumen verteilen im Flemminggebiet und Veranstaltung beim Ortsverband

Michael Leutert

Der internationale Frauentag fand in Chemnitz dieses Jahr auch am 9. März statt. Weil sonntags nicht so viele Menschen unterwegs sind wie an Wochentagen und auch weil am späten Montag Mittag noch eine Frauentagsveranstaltung im Bürgertreff der Solidar- und Lebenshilfe im Flemminggebiet stattfand, habe ich gerne diesem Vorschlag zugestimmt.
Und so falsch ist das ja nicht: Unser Landesverband der LINKEN Sachsen hatte in diesem Jahr das Motto "365 - Jeder Tag ein Frauentag. Gleichberechtigung endlich umsetzen" gewählt. Denn ein Tag im Jahr reicht dafür nicht. So konnten wir mit gleich mal damit anfangen.
Hinter den Blumen steht natürlich ein ernsthaftes politisches Anliegen. Das habe ich später bei der Frauentagsveranstaltung nochmal angesprochen. Sie war organisiert von den engagierten Genossinnen des Ortsverbandes Rottluff/Altendorf/Rabenstein. Es waren rund 50 Sympathisantinnen und Genossinnen da. In meiner kurzen Ansprache habe ich die Enthaltung der LINKEN im Bundestag bei der Abstimmung zur Frauenquote begründet: Diese ist nur ein 'Quötchen' und viel zu niedrig ausgefallen. Gleichberechtigung ist nicht erreicht, nur weil es eine Bundeskanzlerin gibt. Frauen verdienen im Schnitt rund 22 Prozent weniger als Männer, Frauen sind häufiger von Armut bedroht als Männer, und sexuelle Ausbeutung von Frauen ist in Deutschland weiter an der Tagesordnung. Dies sind nur drei von vielen Gründen, warum sich DIE LINKE weiter für echte Gleichberechtigung stark macht. Es gab zudem Vortrag von Dagmar Weidauer (AG Lisa Chemnitz) über den "Frauenpolitischen Ratschlag 2014". Dieser fand im Oktober 2014 in Chemnitz und zum ersten Mal in den neuen Bundesländern statt. Bei der Organisation und Umsetzung waren zahlreiche Genossinnen aus Chemnitz involviert.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, auf der ich viele gute Gespräche führen konnte. Vielen Dank für die Einladung! Mein Dank gilt aber vor allem den vielen Genossinnen, die so wertvolle Arbeit innerhalb und außerhalb der Partei, in Vereinen, Verbänden, sozialen Einrichtungen und Bürgertreffs leisten.

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