07.04.2015

Die Tricks mit der offiziellen Arbeitslosenstatistik

Mehr Erwerbslose als zugegeben

Michael Leutert

Am Ende jeden Monats wird in den Medien die neue 'Arbeitslosenzahl' verkündet. Und jeden Monat werden dabei hunderttausende Erwerbslose unterschlagen, die offiziell bei der Bundesagentur erfasst sind. So tauchen beispielsweise arbeitslos Gemeldete dann nicht auf, wenn sie älter als 58 Jahre alt sind oder wenn sie krank sind. Wer in einer Weiterbildungsmaßnahme steckt, wird ebenso wenig mitgezählt wie Ein-Euro-Jobber*innen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der nicht genannten Erwerbslosen im März auf 814.175, so dass die tatsächliche Arbeitslosigkeit bei 3.745.679 Erwerbslosen liegt.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Die Bundesanstalt kennt ihre eigenen Zahlen natürlich, und sie veröffentlicht sie sogar. Nur eben etwas versteckt, so dass die wirkliche Zahl nicht in die Medien kommt. So klingt es besser für die Bundesregierung. ...Wie gut, dass wir als LINKE jeden Monat nachrechnen.

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