20.09.2015

Im Gespräch mit den GEW-SeniorInnen Chemnitz

Michael Leutert

Regelmäßig bin ich in Chemnitz bei Organisationen und stadtpolitisch Aktiven, um über meine Arbeit als Bundestagsabgeordneter zu informieren, zu politischen Themen Rede und Antwort zu stehen und mich selbst zu informieren.

Zu den GEW-SeniorInnen habe ich schon länger Kontakt, die Gruppe war auch schon mal bei mir im Bundestag zu Gast. Vor kurzem nun war ich wieder bei ihnen zu Gast. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit den knapp dreißig Anwesenden stand aus aktuellem Anlass das Thema Flüchtlinge. Natürlich ist das Bedürfnis nach Information groß. In der sachlichen Debatte ging es hauptsächlich um notwendige und sinnvolle Hilfestellungen für Flüchtlinge, das Versagen der Bundesregierung und der Europäischen Staaten. Auch über die These einer Alleinschuld der USA haben wir gesprochen, sie ist aber nicht haltbar, was im Laufe der Diskussion auch klar wurde. Nachfragen gab es unter anderem zur Frage der Religion, und ob sie ein Problem für die Integration darstelle. Nach meiner Meinung fährt Deutschland sehr gut mit der strikten Trennung von Kirche und Staat, so wenig sie beispielsweise in Bayern eingehalten wird. Religion ist Privatsache, und natürlich können die Flüchtlinge ihren Glauben hier praktizieren. Das religiöse Gewalt in Deutschland nicht toleriert wird, ist klar. Gerade Flüchtlingen aus Syrien muss man religiöse Radikalität aber kaum unterstellen.

Ganz herzlich möchte ich mich für die Spende von hundert Euro bedanken, die den Flüchtlingen zugute kommt. Ich habe mich auch sehr über den Zuspruch für meinen Besuch gefreut und komme gerne wieder.

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