22.02.2016

Konkret gegen sächsische Verhältnisse

Ich unterstütze den Chemnitzer Willkommensdienst

Michael Leutert

In Sachsen ist die weit verbreitete fremdenfeindliche Stimmung durch eine dauerregierende CDU mit zu verantworten, für die der Feind schon immer links stand. Da von Seiten der Landesregierung keine Unterstützung erwartet werden kann, ist es um so wichtiger, die Zivilgesellschaft zu stärken.

Dazu gehört der Chemnitzer Willkommensdienst, der am Bahnhof neu in unserer Stadt ankommenden Flüchtlingen hilft, sich zu orientieren und sie vom Hauptbahnhof zu der außerhalb liegenden und nicht mit dem Bus zu erreichenden Erstaufnahmeeinrichtung begleitet. Man muss sich immer klarmachen: Die Menschen, die zu uns kommen - im Januar waren es übrigens weniger - kennen sich überhaupt nicht aus und haben lange, harte Reisen hinter sich.Nach einem ersten Treffen folgte am 19. Februar das zweite, bei dem ich unter anderem einen Scheck über 600 Euro des Vereins der Linksfraktion im Bundestag überreichen konnte. Daneben habe ich meine weitere Unterstützung zugesagt. Konkret werde ich mich für eine Beschilderung auf dem Hauptbahnhof in verschiedenen Sprachen einsetzen sowie dafür, dass ein Shuttle-Service vom Hauptbahnhof eingerichtet werden kann. Dies ist leider notwendig, da der zuständigen Landesdirektion immer noch das Bewusstsein für die Aufgabe fehle, wie die ehrenamtlichen Helfer vom Willkommensdienst beklagten. Jene sei offenbar der Meinung dass ihre Zuständigkeit erst am Tor der Aufnahmeeinrichtung beginne.

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