11.04.2016

„Königsbronner Gespräche“ über die Flüchtlingskrise

Heidenheimer Zeitung

Carolin Wöhrle, Joelle Reimer
Königsbronn

Die Flüchtlingskrise: das alles beherrschende Reizthema. Aber auch eine unüberwindbare Herausforderung? Diese Frage wurde bei den „Königsbronner Gesprächen“ diskutiert – in drei Gesprächsrunden mit Sicherheitsexperten, Journalisten und Politikern. (...)

Welche außenpolitischen Ziele sich Deutschland als internationaler Akteur stecken muss, darüber diskutierte am Samstag ein drittes Panel, unter anderem mit Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung und dem Politologen Prof. Christopher Daase. Ein Fokus lag hier auf dem Flüchtlingsdeal, den die EU jüngst mit der Türkei vereinbart hat und der in der deutschen Öffentlichkeit auf viel Kritik gestoßen ist. Für Michael Leutert (Die Linke) durchaus nachvollziehbar: „Alle wissen, dass die Türkei im eigenen Land gegen Kurden vorgeht. Das produziert nur neue Flüchtlinge.“ Es müsse verstärkt auf das Land eingewirkt werden, wenngleich die Handhabe begrenzt sei: „Die Türkei sieht sich momentan weiter von der EU entfernt als je zuvor. Deshalb fehlen uns die Einflussmöglichkeiten“, so Leutert. (...)

Bei allen Diskussionen unter Experten kamen auch Fragen aus dem Publikum nicht zu kurz: Ein Schüler des Hellenstein-Gymnasiums etwa wollte wissen, wie das Podium zum umstrittenen Erdogan-Gedicht des Satirikers Jan Böhmermann stehe. Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung fand es „nicht lustig, sondern pubertär“ – eine „Schmähkritik“. Michael Leutert (Die Linke) sah eher die Distanzierung der Bundesregierung kritisch: „Erdogan testet hier aus, inwieweit er Menschen, die sich kritisch äußern, in einem anderen Land belangen kann.“ (...)

[Den vollständigen Artikel gibt es aus lizenzrechtlichen Gründen auf der Homepage der Heidenheimer Zeitung]

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