20.07.2016

Von Berlin nach Bonn

Mexikanische Botschafterin wird UN-Klimachefin

Michael Leutert
Foto: mexikanischer Energieminister, mexikanischer Außenminister und die ehemalige mexikanische Botschafterin

Seit vielen Jahren verbindet Mexiko und Deutschland eine freundschaftliche Beziehung. In meiner Tätigkeit als Vorsitzender der Deutsch-Mexikanischen-Parlamentariergruppe konnte ich die Botschafterin Mexikos, I.E. Frau Patricia Espinosa Cantellano kennen lernen. Die regelmäßigen Termine, Gespräche, und der Austausch von Standpunkten waren sehr konstruktiv für die weitere Entwicklung von parlamentarischen und diplomatischen Prozessen. Ich möchte mich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Frau Espinosa war von 2001 bis 2002 als mexikanische Botschafterin in Berlin tätig, wurde Außenministerin Mexikos und 2013 erneut als Botschafterin nach Berlin akkreditiert. Mit der Ernennung zur Generalsekretärin der Klimakonvention der Vereinten Nationen trat sie am 18. Juli die Nachfolge von Christiana Figueres an. Bereits 2010 leitete sie die UN Klimakonferenz in Cancún und machte sich durch ihr diplomatisches Geschick international einen Namen. Mit dem Wechsel von der Mexikanischen Botschaft in Berlin in das Sekretariat der Klimarahmenkonvention der UNO nach Bonn liegen neue, große Aufgaben vor Frau Espinosa. Das Klimaabkommen von Paris und die gesetzten Ziele müssen nun vorangetrieben werden. Um den Temperaturanstieg zu drosseln, müssen Rahmenbedingungen in den Mitgliedsstaaten geschaffen werden. Hier sind neben der Politik auch die Wirtschaft und Zivilgesellschaft gefragt. Mit Patricia Espinosa hat eine herausragende Diplomatin dieses Amt übernommen. Ich wünsche ihr für alle anstehenden Aufgaben viel Erfolg und alles Gute.

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