17.09.2016

Lob von "El Presidente" aus Sachsen

Freie Presse

Tino Moritz
Michael Leutert in Mexiko 2016

Mexiko-Stadt. Dass es solche Gäste gibt und solche, das wissen sie auch in Mexiko. Spätestens jetzt, nachdem sich Stanislaw Tillich am Donnerstag nach Kuba verabschiedet hat. Vom amtierenden Bundesratspräsidenten, der fünf Tage nur Gutes über sie sagte, müssen die Mexikaner auch im Nachgang nichts Böses erwarten.
Beim Staatsgast zwei Wochen zuvor war das noch anders. Donald Trump ist in Mexiko nicht sonderlich beliebt. (...)

Tillich, der auch im Parlament, dem Bildungsministerium und dem Außenministerium zum Gedankenaustausch empfangen worden war, sprach im Senat auch über seinen Besuch als Beitrag zum Deutsch-Mexikanischen Jahr. Das hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Juni eröffnet, den nächsten Beitrag dazu wird Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) leisten: Er lädt am 6.Oktober nachträglich zum Empfang zum Einheitsfeiertag in die Residenz des deutschen Botschafters in Mexiko-Stadt ein. Der Chemnitzer Bundestagsabgeordnete Michael Leutert (Linke) hatte sich schon seit dem vorigen Jahr vergeblich bemüht, Sachsen dafür zu begeistern: "Das wäre eine Riesenchance gewesen. Mexiko bietet viele Chancen, gerade für die sächsische Wirtschaft."

Die hat Tillich mit seiner Mexiko-Reise als Bundesratspräsident mit 75-köpfiger Delegation zwar jetzt schon vorab versucht zu ergreifen. Zudem richtet Sachsen ja am 3.Oktober die zentralen Einheits-Feierlichkeiten in Deutschland aus. Aber Leutert scheint trotzdem noch sauer zu sein - wegen Thüringer Rostbratwürsten. Mit dieser und anderen Spezialitäten will Thüringen beim Empfang in Mexiko-Stadt glänzen. Auf Tillichs Hinflug vor einer Woche sollten die Köstlichkeiten eigentlich mit an Bord sein. Warum dies scheiterte und damit Zusatzkosten von rund 8000 Euro anfallen, ist unklar. Die sächsische Staatskanzlei will dafür nicht verantwortlich sein und verweist auf die Flugbereitschaft des Bundes. Leutert zweifelt - und hat Bundesrat und Verteidigungsministerium um Aufklärung gebeten. (...)

[Den vollständigen Artikel gibt es aus lizenzrechtlichen Gründen in der Online-Ausgabe der Freien Presse]

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