22.10.2008

In die Kasse gegriffen

Neue Unterschlagungen im Stadtbad

Michael Leutert

Ein neuer Fall von Betrug im Stadtbad. Eine Kassiererin soll mehrere hundert Euro an Eintrittsgeldern in die eigene Tasche gesteckt haben. Erst im April des vergangenen Jahres war die ehemalige Hauptkassiererin zu zwei einhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil sie über neun Jahre hinweg ca. 1 Million Euro an Eintrittsgeldern entwendet hatte. Der neue Fall erreicht diese Dimension zwar nicht annähernd, ist aber insofern bemerkenswert, dass gerade erst neue und schärfere Kontrollen eingeführt wurden. Diese scheinen offensichtlich zu greifen, aber einen abschreckenden Charakter hatten sie wohl nicht. Kritikwürdig aus der Sicht des Stadtrates ist außerdem die Informationspolitik des Rathauses. Patrick Pritscha, der ja nicht nur Stadtrat der Fraktion DIE LINKE, sondern auch Mitarbeiter meines Wahlkreisbüros ist, kritisierte, dass die Fraktionen erneut erst aus der Presse erfahren, dass es Probleme gebe.

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