03.03.2017

Marx im Kino

Michael Leutert

Wenn wir an Karl Marx denken, denken wir wohl als erstes an den Philosophen, Ökonomen und Gesellschaftstheoretiker Marx, aber weniger an eine historische Figur, die als Vorlage für einen modernen Spielfilm dient. Und doch ist Anfang März deutschlandweit "Der junge Karl Marx" in den Kinos angelaufen, der die politisch prägende Zeit zwischen 1843 und 1848 im Leben von Marx behandelt. In der Hauptrolle ist mit August Diehl einer der bekanntesten und profiliertesten unter den jüngeren deutschen Schauspielern zu sehen.

Gelingt es dem Film eine Brücke zwischen den anspruchsvollen Inhalten der Marxschen Schriften und moderner Unterhaltung zu schlagen? Das müsst ihr am Ende selbst beurteilen. Ich finde es gut, dass auf diese Art auch Menschen einen ersten Zugang zu Marx bekommen können, die ihn anhand der Schriften nicht ohne weiteres erhalten hätten. "Was er gedacht und geschrieben hat, passt auch heute noch", sagte erst kürzlich der Schauspieler Diehl in einem Interview. Aus diesem Grund habe ich gerne mit Ralf Hron, Regionsgeschäftsführer DGB Südwestsachsen, vor dem Nischl für den Besuch des Films geworben. Der DGB hatte gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung 100 Freikarten für den Film zur Verfügung gestellt. Die sind nun natürlich weg. Solltet ihr aber ohnehin vorhaben, demnächst mal wieder ins Kino zu gehen: Versucht es doch mit dem jungen Marx.

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