02.05.2017

Der 1. Mai in Chemnitz

Mehr als ein freier Tag

Michael Leutert

Bis ins 19. Jahrhundert geht die Tradition des 1. Mai als internationaler Tag der Arbeiterbewegung zurück. Mögen sich seitdem zumindest in den reichen westlichen Staaten auch die Gründe für unsere Demonstrationen gewandelt haben, überflüssig ist der 1. Mai als Kampftag noch lange nicht: Minijobs, Leiharbeit und Befristungen, Arbeitslosigkeit und das Hartz-IV-Strafsystem sind Ursachen für neue Armut. Arbeit, von der man leben kann, und eine Mindestrente sind Beispiele für aktuelle Ziele, die wir mit dem 1. Mai verbinden.

Doch nicht nur über die Tradition des 1. Mai habe ich in meiner Rede bei der Auftaktkundgebung zur Maidemonstration der Chemnitzer LINKEN geredet, sondern auch über die aktuellen Ereignisse in der Türkei und den skrupellosen Plan des deutschen Rüstungsunternehmens Rheinmetall, eine Panzerfabrik in Erdogans Türkei zu bauen. Damit will der Konzern die deutschen Rüstungsexportbestimmungen umgehen.

Mit knapp 200 Teilnehmer*innen ging es dann bei bestem Demonstrationswetter los. Ich habe mich gefreut, viele bekannte Gesichter zu sehen. Und dass viele Junge dabei gewesen sind, ist ein gutes Zeichen.

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