23.08.2017

Portrait als Direktkandidat für Chemnitz zur Bundestagswahl

in der Freien Presse

Sandra Häfner

Kandidat in Chemnitz - Familie in Berlin

Wahl 2017: Die "Freie Presse" stellt Bewerber vor, die bei der Bundestagswahl für ein Direktmandat kandidieren. Heute: Michael Leutert von den Linken, der mit Gerechtigkeit punkten will.

Der Mann hat ein Ziel. Michael Leutert will bei der Bundestagswahl am 24. September das Direktmandat für Die Linke in Chemnitz holen. "Wenn man antritt, will man doch auch gewinnen", erklärt er selbstbewusst. Ein gutes Ergebnis seien nach seinen Worten 25 Prozent plus X. "Damit hat man in Chemnitz eine Chance auf das Direktmandat", sagt er mit Blick auf die Parteienvielfalt. Leutert hatte auch 2013 und 2009 für den Bundestag kandidiert; doch den Wahlkreis gewannen damals andere. (...)

Seit 2005 sitzt Leutert im Bundestag, gehört dort unter anderem dem Haushaltsausschuss an. Speziell kümmert er sich um Verteidigungs-, Außen- und Sicherheitsfragen, aber auch um Kinder, Jugend und Familie. Kindern will er sich in den nächsten vier Jahren verstärkt widmen, sagt er. Dabei gehe es ihm nicht nur um die in Deutschland, sondern um alle, die weltweit Hilfe benötigten. Aber wie will er als Bundestagsabgeordneter dafür sorgen, dass in Chemnitz schneller die hier dringend benötigten Kitas gebaut werden? Leutert verweist auf Fördermittel, die der Bund für Kita-Neubauten zur Verfügung stellt. Aus dem Topf könne auch Geld für Personal fließen. Es sei klar, dass mehr Leute benötigt würden, wenn mehr Kitas gebaut werden, sagt Leutert, dessen Kinder in Berlin Schule und Kitas besuchen. "Man kann Geld aber auch mit dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche verteilen." Damit meint er, beim Bau von Kitas Fristen setzen zu können. (...)

Bei Senioren sieht Leutert die Gefahr, dass ein Partner die gemeinsame Wohnung nicht mehr halten kann, wenn der andere verstorben ist. "Die Leute müssen dann ihr über Jahrzehnte gewohntes Umfeld verlassen und in eine kleinere Wohnung ziehen." Damit das nicht geschieht, soll ein Mietzuschuss gezahlt werden. Damit werde der Lebensleistung der Älteren Respekt gezollt und Gerechtigkeit geschaffen, sagt Leutert. Familien will er mit einer Kinder-Grundsicherung fördern. Leutert selbst ist ein Familienmensch, widmet sich in seiner knappen Freizeit seiner Frau, die in Berlin als Dolmetscherin arbeitet, und den drei Kindern, sagt er. Kürzlich gab es Familienzuwachs: "Wir haben einen sieben Monate alten Welpen aus Griechenland zu uns geholt." (...)

Das ganze Portrait gibt es aus lizenzrechtlichen Gründen auf der Hompage der Freien Presse unter diesem Link

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