17.02.2018

Besuch beim Projekt COMPARTI des AGIUA e.V.

Michael Leutert
Besuch beim Projekt COMPARTI des AGIUA e.V.

Am 16.02.2018 stand wieder ein Termin in Chemnitz an. Dieses Mal war ich beim AGIUA e.V. zu Gast. Eingeladen hatte mich das Projekt COMPARTI, dessen Aufgabe es ist, die politische Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Aber auch die vielen anderen Projekte des Vereins habe ich mir angeschaut.  Seine Themenpalette fällt enorm umfangreich aus, von A bis Z wird nahezu alles angeboten, was die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund fördert. Dies ist aber nur eine Seite der Medaille. Zur Teilhabe an Gesellschaft gehört auch immer, dass die Gesellschaft selbst teilhaben lässt. Hier leistet der Verein wichtige Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit.

 

Im Gespräch mit Jeanette Hilger vom Projekt COMPARTI und Anja Donner vom Vorstand kamen wir auf die allgemeine Situation in der Stadt zu sprechen. Es ist immer wieder wichtig, dass die Bundespolitik Rückkopplung an jene findet, die entsprechende Entscheidungen der hohen Politik vor Ort umsetzen und aushalten müssen. Insofern bin ich immer wieder dankbar für solche Gelegenheiten zum Austausch. So habe ich erfahren, dass mit dem Zurückgehen der Asylantragszahlen das Thema selbst mehr und mehr aus dem Fokus gerät. Zum einen ist das gut, denn nach dem Wirrwarr der Erstunterbringung fällt der Blick zunehmend auf die langfristigen Aufgaben der Integration. Auch dass es nicht allein um Geflüchtete geht, sondern auch um Studierende aus dem Ausland, EU-Bürger*innen und andere Gruppen von Einwanderer*innen, wird so gewahr. Zum anderen wird dies aber von den Aktiven in der Stadtintegrationspolitik mit Sorge betrachtet, da die Gefahr des „Aus den Augen, aus dem Sinn“ besteht. 

Ganz konkret sprachen wir zu einer der drängendsten Fragen jedes Vereins: Finanzen und Fördermittel. Diese Problematik kenne ich noch aus meiner Zeit als Jugendvereinsvorsitzender in Mittweida nur zu gut. Ich habe versprochen, im Rahmen meiner Möglichkeiten Hilfe und Kontakte zu vermitteln. Darüber hinaus werde ich mich mit meinen MdB-Kollegen der anderen Fraktionen zusammensetzen, denn diese Aufgabe kann nur gemeinsam bewältigt werden.

Ein Angebot, das ich aber gleich machen konnte: Plätze bei einer meiner nächsten Bundestagsfahrten. Es ist immer sinnvoll, Menschen einen Einblick in die praktische Politik zu ermöglichen, warum nicht auch jenen, die erst in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind? Erfahrungsgemäß sind auch sie interessiert daran, wo und wie Bundespolitik gemacht wird. 

 

Ich möchte mich bei AGIUA für die Einladung bedanken und mehr noch für die so wichtige wichtige und nötige Arbeit, die soziale, gesellschaftliche und politische Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern, die dort Tag für Tag geleistet wird.

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