27.06.2018

Bürgergespräch: Die „Kinderstadt Chemnitz“

Im Gespräch mit Frank Nobis vom auxilium Chemnitz e.V.

Vor kurzem hatte ich in meinem Wahlkreisbüro Besuch vom auxillium Chemnitz e.V.. Der Verein widmet sich der Weiterentwicklung der offenen Museumsarbeit in der Stadt. Dessen Vertreter Frank Nobis stellte mir ein aktuell laufendes und sehr spannendes Projekt vor: die „Kinderstadt Chemnitz“. Während der Sommerferien 2018 haben bis zu 300 Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren auf dem Gelände des Chemnitzer Schullandheims die Möglichkeit, ihre eigene Kommune zu schaffen und selbstbestimmt zu entscheiden, wie sie dort miteinander leben wollen. Angeknüpft an das 875-jährige Jubiläum der Stadt Chemnitz und  unter der Anleitung verschiedener Chemnitzer Handwerksbetriebe können die Kinder und Jugendlichen im mittelalterlichen Ambiente verschiedene Handwerkstechniken erlernen, die sie zum Bau und Unterhalt ihrer Stadt benötigen. Folglich soll so spielerisch vermittelt werden, eigenständig zu denken, Verantwortung zu tragen und Konsequenzen des eigenen Handelns zu beachten.

Realisiert werden soll das Projekt über den Trägerverein zusammen mit EhrenamtlerInnen, unterstützt wird es von der Stadt Chemnitz und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Derzeit läuft noch eine Crowdfunding-Aktion über die Volksbank Chemnitz, an der man sich noch bis zum 10.08. beteiligen kann.

Das große Ziel ist, nach Ablauf der Projektförderung die Kinderstadt Chemnitz nach dem Vorbild der Kinderstadt München als dauerhafte Institution zu etablieren und vielleicht noch weitere Kinderkommunen auf städtischen Brachflächen zu gründen. Weiterhin sollen Vernetzung und Austausch über das Projekt und der Beteiligten deutschland- und europaweit organisiert werden. Nicht zuletzt möchte man auch dergestalt das Chemnitzer Handwerk unterstützen, indem insbesondere Jugendlichen hier ein etwaiger Weg zu Ausbildung und Beruf aufgezeigt wird.

Ich habe versprochen im Rahmen meiner parlamentarischen Tätigkeit Ausschau nach möglichen Quellen von Fördermitteln zu halten, etwa über Förderprogramme wie „Demokratie Leben“ oder „Förderung des Europäischen Gedankens“. Ebenso wird in Zukunft die Tür meines Wahlkreisbüros immer offen stehen, so der Verein Rat sucht. Gleichsam kann, will und werde ich meinerseits für den Verein Türen öffnen. Auf jeden Fall werde ich dieses interessante Projekt weiter beobachten und freue mich sehr über das Engagement des Vereins.

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