17.10.2018

Fließt deutsches Geld an palästinensische „Märtyrer“-Familien?

WELT

Von Martin Niewendick

Bluttaten können sich auszahlen. Zumindest dann, wenn der Täter ein Palästinenser und das Opfer ein Israeli ist. Dafür sorgt die Palästinenische Autonomiebehörde (PA). Sie leistet umfangreiche Finanzhilfen an Attentäter, die in Israel in Haft sitzen, oder die Hinterbliebenen getöteter „Märtyrer“. Die Tat muss im Zusammenhang mit dem „Kampf gegen die israelische Besatzung“ stehen – und dazu zählt auch die Tötung jüdischer israelischer Zivilisten. [...]

Der Linke-Bundestagsabgeordnete Michael Leutert, der die Studie in Berlin mit vorstellte, ergänzt: „Es kann nicht sein, dass die EU indirekt Zahlungen an Personen leistet, die Attentate gegen Zivilisten verüben. Zahlungen an die Palästinensische Autonomiebehörde müssen konsequent an das Do-no-harm-Prinzip gebunden und kontrolliert werden.“ Das Do-no-harm-Konzept sieht die ausschließliche Unterstützung von Akteuren vor, die einen verbindenden Ansatz in einem Konflikt verfolgen. [...] 

https://www.welt.de/politik/deutschland/article182271836/Angriffe-gegen-Israel-Fliesst-deutsches-Geld-an-palaestinensische-Maertyrer-Familien.html

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