19.10.2018

Studie: Fast 300 Millionen Euro für palästinensische "Märtyrer"

Der Tagesspiegel

Von Laurenz Schreiner

Der Nahost-Konflikt findet kein Ende. Erst Anfang Oktober tötete ein 23-jähriger Palästinenser im Westjordanland zwei Israelis. In einer Fabrik in Barkanerschoss der Mann eine Mutter und einen Vater an ihren Arbeitsplätzen. Noch ist der Täter auf der Flucht. Sollte er in einem israelischen Gefängnis einsitzen und irgendwann wieder auf freien Fuß kommen, dann ist er womöglich zumindest finanziell abgesichert. Dafür könnte die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) sorgen. Sie zahlt immer wieder Geld an Palästinenser, die wegen des „Kampfs gegen die israelische Besatzung“ in Haft sitzen. Genauso unterstützt sie die Familien von gestorbenen Attentätern, sogenannten „Märtyrern“. [...]

Kindler und Leutert forderten die Bundesregierung auf, genauer zu überprüfen, wie die Hilfsgelder von der PA eingesetzt werden. „Die Regierung darf nicht weiter prinzipienlos zuschauen“, sagte Kindler. [...]

Leutert wünschte sich dennoch mehr Engagement: „Es wird viel von Frieden gesprochen, aber man kommt nicht wirklich voran. Änderungen wird es nur durch Druck von außen geben.“

https://www.tagesspiegel.de/politik/nahost-konflikt-studie-fast-300-millionen-euro-fuer-palaestinensische-maertyrer/23209354.html

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