23.10.2019

Politik im Gespräch: Mit Stanislas Ouaro, Bildungsminister von Burkina Faso

Michael Leutert

Heute hatte ich die Ehre, den burkinischen Bildungsminister Stanislas Ouaro zu treffen. Minister Ouaro ist derzeit mit VertreterInnen der Global Partnership for Education (GPE) zu Besuch in Deutschland, um für eine fortgesetzte Unterstützung der GPE seitens der Bundesrepublik zu werben.

Die GPE ist eine weltweite Partnerschaft und zugleich globaler Fond mit dem Ziel, die Bildungssysteme in den ärmsten Ländern der Welt zu stärken. Deutschland beteiligt sich hieran im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit schon länger als Geberland, Burkina Faso ist seit 2002 ein Partnerstaat.

Seither ist es Burkina Faso und der GPE gelungen, die Grundschul- und Alphabetisierungsrate zu steigern, neue Lehrpläne einzusetzen und diese mit neuen Unterrichtsmaterialen zu untersetzen. Teil des neuen Curriculums ist es, auch soziale Probleme zu thematisieren - hier wird besonders darauf abgesehen, die Rechte von Mädchen und jungen Frauen zu stärken - und verstärkt Umweltbildung zu betreiben.

Ein weiterer Schwerpunkt der GPE in Burkina Faso ist die Unterstützung der im nördlichen Landesteil gelegenen Sahelregion. Die vier Provinzen der Regionen werden immer wieder von Anschlägen terroristischer Milizen erschüttert. Ziel dere burkinischen Regierung und der GPE ist es, den dort lebenden Kindern und Jugendlichen eine sichere Schulbildung zu ermöglichen.

Als linker Haushaltspolitiker und Berichterstatter für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung setze ich mich natürlich dafür ein, dass Deutschland sich weiter an diesem Fond beteiligt. Die Fraktion DIE LINKE und ich fordern bereits seit Jahren eine Erhöhung der Mittel für eine zivile Außenpolitik und dass sich die Bundesregierung an die Erfüllung der ODA-Quote (= Anteil der öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit gemessen am Bruttonationaleinkommen) von 0,7% hält!

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