27.11.2008

Nahversorgung in Chemnitz sicherstellen

Ergänzung zum Zentrenkonzept verabschiedet

Michael Leutert

Die fortschreitende Ausdünnung der Nahversorgung in Chemnitz sorgt schon seit längerer Zeit für Diskussionsstoff. Neben der ersatzlosen Schließung von Verkaufsstellen aus wirtschaftlichen Gründen, sind es allerdings auch bauliche Gründe, die den Fortbestand von Einzelhandelsobjekten gefährden. Aktuelles Beispiel ist der EDEKA-Markt an der Irkutsker Strasse. Das Gebäude befindet sich in einem Zustand, welches einen Weiterbetrieb ausschliesst. Der geplante Ersatzneubau, welcher auch eine Anpassung der Verkaufseinrichtung an die älter werdende Bevölkerung vorsah, war aufgrund der bisherigen Fassung des Zentrenkonzeptes nicht möglich. Nach einer erfolgten Schließung des Objektes hätte es kein Lebensmittelnahversorgung in diesem Gebiet mehr gegeben. Mit der jetzt vom Stadtrat beschlossenen Ergänzung zum Zentrenkonzept ist ein sowohl ein Ersatzneubau von bestehenden Einzelhandelseinrichtungen zulässig, als auch die Neuerrichtung an Standorten, bei denen eine Unterversorgung der Bevölkerung vorliegt. In Zukunft kann der Planungs-,Bau- und Umweltausschuss geplante Bauvorhaben in Form einer Einzelfallentscheidung nach vorhergehender Prüfung genehmigen. Für Die Linke ist diese Lösung ein großer Schritt in die richtige Richtung. Damit wird es Lebensmittelmärkten ermöglicht, ihre Angebote an die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen und gleichzeitig kann einer weiteren Ausdünnung der Nahversorgung entgegen gewirkt werden, ohne dass die Stadt auf ihre notwendigen Steuerungsmöglichkeiten verzichtet. Gleichzeitig behält der Stadtrat über den zuständigen Ausschuss die Entscheidungshoheit.

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