06.02.2009

Veranstaltung zum Nahost-Konflikt

Ein heißes Eisen auch in der LINKEN

Michael Leutert

Am Donnerstag-Abend waren viele Interessierte zu einer Veranstaltung gekommen, dass nicht nur eines der drängensten internationalen Probleme unserer Zeit ist, sondern anlässlich des Kriegs in Gaza auch innerhalb der LINKEN zuletzt für intensive Diskussionen sorgte.
Auf dem Podium saßen Christine Smers, die von der Uni Leipzig und dem 'eurient e.V' kommend einen differenzierten wissenschaftlichen Blick auf den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern warf, Klaus Bartl. MdL DIE LINKE und ich selbst.
Es gab im Grunde zwei Gesprächsebenen: Zum einen der Konflikt selbst. Hier betonte Frau Smers , dass es, um eine Beendigung des Konflikts zu erreichen, notwendig sei, endlich zu einen anhaltenden Gewaltverzicht zu kommen, dass eine Zwei-Staaten-Lösung unabdingbar sei und dass endlich die UN-Resolutionen zum Konflikt umgesetzt werden müssten.
Die andere Ebene - natürlich mit der ersten zusammenhängend - betraf die Auseinandersetzungen in unserer Partei. Angesichts des in den letzten Wochen zum Teil hitzigen Diskussionsklimas war die Diskussion angenehm sachlich, ohne dass die bei einem solchen Konflikt, unter dem die Zivilbevölkerung immer am meisten leidet, die Emotionen ganz außen vor blieben.
Meine Meinung zu dem israelisch-palästinensischen Konflikt ist klar: Sowohl die Hamas wie auch Isael tragen Schuld an der jüngsten Eskalation. Eine Friedenspartei wie DIE LINKE muss und hat sich hier nicht zwischen Staaten und/oder Organisationen zu entscheiden, sondern muss immer auf der Seite der betroffenen Menschen stehe, nach Ursachen fragen und Auswege aufzeigen. Dies hat im Bundestag Gregor Gysi klar und deutlich getan. Ich denke, bei aller Diskussion sollte uns immer bewusst sein, dass der oder die andere, mit dem/r wir gerade um den richtigen Weg streiten, im Grunde aus den selben Motiven so engagiert ist wie wir selbst.

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