20.02.2009

Was macht Detlef Müller in Afrika?

Von der Reise in einen Fettnapf

Michael Leutert
Chemnitzer Morgenpost zu Müller

Mein Chemnitzer SPD-Bundestags- und Wahlkreiskollege, Detlef Müller, ist in einen Fettnapf getreten. Nachdem seine Reise mit dem Umweltausschuss nach Afrika bereits im Vorfeld für medialen Wirbel gesorgt und er sie trotzdem angetreten hatte, hat die in Zeiten der Krise sensibel gewordene lokale Presse das Thema aufgegriffen. Der Vorwurf: keine inhaltliche Notwendigkeit; Urlaub auf Steuegelder. Soweit dazu. - Ist es unangebrachte Häme, dies hier aufzugreifen? Pharisäertum? Häme vielleicht, aber unangebrachte nicht. Ich hätte mit dem Hauhaltsauschuss just zur selben Zeit ebenfalls nach Afrika reisen können, aber das Programm stand noch nicht fest, und ich habe gerade jetzt, in Zeiten der Krise, genügend Termine in Chemnitz. Es wäre einfach falsch gewesen zu fahren. Ich will überhaupt nicht so tun, als ob ich keine Fehler hätte oder nicht gerne mal das Leben genieße. Aber die negative Aufmerksamkeit für seine Reise hat sich Müller ebenso wie seinen neuen Spitznamen 'Kenia-Müller' (siehe Link / Kommentare weiter unten) nur selbst zuzuschreiben.

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