05.03.2009

Risiko Cross-Border-Leasing

Droht Chemnitz ein Millionenschaden?

Michael Leutert

Nachdem es in der Vergangenheit sehr ruhig um die Cross-Border Geschäfte der Stadt Chemnitz geworden ist, klingeln jetzt erneut die Alarmglocken. Der Grund ist die akute Krise des US-Versicherungskonzerns AIG. Dieser verkündete vor kurzem einen Quartalsverlust von ca. 60 Milliarden Dollar. Das ist der höchste Verlust eines Unternehmens in der Geschichte. Das Problem dabei ist, dass dieser Konzern unter anderem viele Cross-Border-Leasing-Geschäfte versichert hat. Somit wird die Krise von AIG auch zu einer Krise vieler deutscher Kommunen. Die Stadt Chemnitz hat in der Vergangenheit CBL-Geschäfte in einer Größenordnung von 130,7 Millionen Euro abgeschlossen. Betroffen vor allem das städtische Klinikum und die CVAG. Der Kündigungswert dieser Geschäfte beträgt max. 19,1 Millionen Euro. Für diese Summe muss die Stadt im Ernstfall gerade stehen. In der Vergangenheit antwortete die Chemnitzer Stadtverwaltung mehrfach auf besorgte Anfragen verschiedener Stadträte, dass aus den CBL-Geschäften kein Risiko für die Kommune bestände. Zu der aktuellen Lage gibt es jedoch noch keine Stellungnahme.

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