22.04.2009

Stadthäuser für Abrisslücken

Architektenwettbewerb sucht Lösungen für Brachen

Michael Leutert

Mit der heute im technischen Rathaus eröffneten Ausstellung "Neues Wohnen im Gebiet Brühl-Nord" präsentiert die Stadt Chemnitz neue Möglichkeiten für eine alternative Bebauung von innerstädtischen Brachflächen. Im Rahmen eines Gutachterverfahrens erarbeiteten sieben Architekturbüros Vorschläge sowohl für eine stadtplanerische Lösung für den Umgang mit Brachflächen in Altbaugebieten, als auch konkrete Architekturentwürfe für Stadthäuser, welche im innerstädtischen Gebieten umgesetzt werden sollen.
Hintergrund ist sowohl das Bestreben, eine Alternative zum Eigenheimstandort auf der grünen Wiese am Stadtrand zu bieten, als auch Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine Bebauung mit Stadthäusern die Stadtumbau entstandenen Lücken geschlossen werden können. Als Standort für dieses Pilotprojektes wurde das Gebiet Brüh-Nord rings um die Hauboldstraße ausgewählt, weil die dort vorhandenen Problemlagen exemplarisch für eine Vielzahl anderer Bereiche im Stadtgebiet sind. In diesem Gebiet gibt es sowohl Baulücken, eine viel befahrene Hauptstraße als auch eine große Einzelbrachfläche. Von den Architekturbüros wurden Lösungen für alle diese Problembereiche entwickelt, welche auch in anderen Stadtteilen von Chemnitz umgesetzt werden können. Über die Agentur StadtWohnen sollen in Zukunft Grundstücksbesitzer, Architekten und Bauwillige zusammengeführt werden, um Stadthäuser in Chemnitz zu realisieren.

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