05.09.2008

Hartz IV-Studie ist Diffamierung

132 Euro reichen nicht

dafür müsste es noch reichen

„Die Auffassung der beiden Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler, dass 132 Euro als Hartz IV-Regelsatz ausreichen, ist absurd“, erklärt der Sprecher der Landesgruppe Sachsen der Fraktion DIE LINKE und Chemnitzer Bundestagsabgeordnete, Michael Leutert. „Die Studie stellt eine bösartige Diffamierung von Millionen Menschen in Deutschland dar.“ Leutert weiter:

„Bei den zugrunde gelegten Bedürfnissen eines Menschen gehen die Herren Thießen und Fischer offenbar von der Maxime aus: „Wer nichts arbeitet, muss auch nichts essen.“ – ganze 68 Euro im Monat für Nahrung lassen keinen anderen Schluss zu. Einen ganzen Euro für Kultur und Freizeit vorzusehen, bedeutet den Ausschluss aller Hartz IV-Empfängerinnen und -Empfänger vom gesellschaftlichen Leben. Eine weitere inhaltliche Auseinandersetzung mit der Studie erledigt sich schon aufgrund dieser Beispiele von selbst.

Unsere Gesellschaft sollte sich dann kritisch mit der Funktion von Wissenschaft auseinandersetzen, wenn sie lediglich dazu dient, die schon medial laufende Kampagne gegen Hartz IV-Empfänger zu unterstützen. DIE LINKE wendet sich auch weiterhin gegen eine Politik, die die Menschen erst in die Hartz IV-Armut treibt.“

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