18.09.2008

Trostpflaster

vom weichen Fall des CDU-Landrats Schramm

Michael leutert

CDU-Mann Andreas Schramm ist mir schon aus seiner Zeit als Landrat von Mittweida durch sein vielsagendes Schweigen zum 'Sturm 34' wohlbekannt. Als er vor einiger Zeit der Kreisreform zustimmte, büßte er seinen Kreis und damit sein Amt ein. Dass Schramm danach aber nicht für den Landratsposten des neu geschaffenen Kreises Mittelsachsen kandidierte, sondern ohne weiteres einem CDU-Kollegen den Vortritt ließ, hatte mich erstaunt.
Aufklärung bietet heute die 'Sächsische Zeitung', die herausgefunden hat, dass er vom Vorstand der - in öffentlichem Besitz befindlichen - Sachsen Finanzgruppe einen lukrativen Beratervertrag erhalten hat, der ihm satte 100 000 Euro im Jahr einbringt. Das ist doch zumindest ein hübsches Trostpflaster für den verlorenen Landrats-Posten...bloß schade, dass es öffentliche Gelder sind, mit denen hier unsere Sachsen-CDU ihren Mann versorgt.

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