18.09.2008

'Hakenkreuz-Fall Mittweida' (2)

Michael Leutert

Aus der 'Sächsischen Zeitung' von heute über den angeblich erfundenen Naziüberfall auf eine junge Frau und deren angeblich selbst zugefügte Verletzung:
"Ein sechsjähriges Aussiedlerkind bestätigte jedoch bei der Polizei den Vorfall zweimal, unter anderem im Beisein einer Psychologin. Später erklärte ihre Mutter der Polizei, dass ihre Tochter an jenem Tag gar nicht in Mittweida gewesen sei. Die Chemnitzer Ärztin, die Rebekkas Wunde versorgt hatte, bezweifelte, dass das Mädchen sich selbst verletzt haben könnte.
Doch zusätzlich meldete sich der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel. Er empfahl sich nach Darstellung von Anwalt Schweppes selbst als Experte für selbstbeigebrachte Verletzungen und wurde daraufhin mit einem Gutachten betraut. Ohne die Wunde untersucht zu haben, sondern lediglich aus dem Studium der Akte heraus erklärte der Rechtsmediziner, dass in Rebeccas Fall eine „Fremdbeibringung“ eher auszuschließen sei.
Bei dieser Meinung blieb der Sachverständige nach SZ-Informationen auch gestern, obwohl zwei Polizeibeamte zu Beginn der Beweisaufnahme angeblich Schwierigkeiten hatten, die Tat der Selbstverletzung plausibel darzustellen. Wie verlautete, sei weder die Zeit noch der Ort für die jetzt zur Last gelegten Vorwürfe bekannt."

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