28.09.2008

Bayernwahl

keine Verlierer?

Michael Leutert

Heute war die Landtagswahl in Bayern, und gerade laufen die Stellungnahmen der Spitzenleute der Parteien im Fernsehen. Was mich zum wiederholten Male nervt, ist der Unwille oder die Unfähigkeit, eine Niederlage als Niederlage zu bezeichnen - heute zu bewundern an CSU und SPD.
Die Sprachregelung der CSU heißt bei ca -17% (!!) offenbar, dies sei ein "schwarzer Tag" für die CSU, aber im übrigen ein "Sieg des bürgerlichen Lagers" und ein "desaströses Ergebnis" für die SPD. Diese wiederum freut sich diebisch über die Niederlage der CSU, vergisst nur leider beim ganzen Freuen, dass sie selber sich langsam der 5%-Hürde von oben nährt.
Und DIE LINKE? Gewonnen und zugleich verloren? Ich selbst denke, dass knapp daneben auch vorbei ist. Na, gut, DIE LINKE gibt es in Bayern seit einem Jahr. Sie ist nun in einigen Kreistagen vertreten und hat auch deshalb die Chance, in Bayern weiter anzukommen. Hoffen wir's mal! ;-)
P.S. Gerade erfahre ich, dass Angelika Gramkow die Stichwahl in Schwerin gewonnen hat und nun Bürgermeisterin der Landeshauptstadt von McPom wird. Glückwunsch!

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