04.11.2010

Zu Besuch am Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium

Unterrichtsstunde zum Krieg in Afghanistan

Michael Leutert

Gestern war ich am Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium im Gemeinschaftskundeunterricht einer 11. Klasse zu Gast. Ich war eingeladen worden, um etwas zum Thema Krieg in Afghanistan zu berichten, und mit den Schülerinnen und Schüler zu diskutieren.
Auf meine Frage, wer für uns wer gegen den Kriegseinsatz in Afghanistan sei, stimmte die große Mehrheit dagegen. Zugleich zeigte mir aber auch überwiegende Annahme, der Krieg würde schon viel länger dauern, als dies der Fall ist, wie wichtig es ist, über den Krieg und seine Hintergründe jenseits vordergründiger Parteipolitik zu informieren.
In der Doppelstunde habe ich vor allem über Elemente von Außenpolitik, um Konflikte zu verhindern oder zu entschärfen und über unterschiedliche Positionen zum Einsatz in Afghanistan berichtet. Natürlich habe ich dabei auch über die Position der LINKEN gesprochen, aber durchaus auch den Mangel an konkreten Lösungsvorschlägen auf allen Seiten thematisert, wie man einen Bürgerkrieg nach dem Abzug der NATO-Truppen verhindert kann. Da brauchen wir unbedingt bessere Konzepte. An diesem Punkt haben wir genauso diskutiert wie in der Frage von Menschenrechten und zu den Ansichten der Taliban. Mir war es wichtig, dass das Bild vom Islam nicht auf radikale Islamisten verengt wird, deshalb habe ich in diesem Zusammenhang auch nach Berührungspunkten der Schülerinnen und Schüler mit dem Islam oder Reisen in islamische Länder gefragt.
Zum Schluß hat mir die Klasse auch noch einige Fragen zum Haushaltsausschuss gestellt, die sich auch auf Verteidigung und den Bundeswehreinsatz bezogen haben.
Mir hat der Besuch Spaß gemacht. Im nächsten Jahr werde ich wieder an der Schule sein, da soll ich etwas über Wirtschaftspolitik und die Auswirkungen der Krise erzählen.

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