13.01.2011

Nun gibt's Butter bei die Fische

Bei Schnittchen und Sekt haben die Linken der Kreistagsfraktion in Mittweida ihre Ziele für 2011 abgesteckt

Uwe Lemke, Freie Presse

Jens Stahlmann ist als Hobby-Fußballschiedsrichter ein Mann schneller Entscheidungen und als Linke-Fraktionschef ein Freund der klaren Worte. "Es wird mit uns keine sozialen Einschnitte in Mittelsachsen geben", so seine klare Ansage beim ersten Neujahrsempfang der Linksfraktion am Dienstagabend in Mittweida, zu dem auch Bundestagsabgeordneter Michael Leutert angereist war. Mit 19 Sitzen die zweitstärkste Kraft zwischen CDU und SPD im Kreistag Mittelsachsen, wollen die Genossen in den kommenden zwölf Monaten die für sie wichtigen Themen auf die Tagesordnung bringen.

"Butter bei die Fische geben" nennt es Stahlmann, wenn er von den drei Hauptthemen spricht, die alle etwas mit Geldsparen zu tun haben. So wollen die Linken nun endlich ihr Immobilien-, ihr Computer- und das Personalkonzept durchsetzen. "Denn privatwirtschaftliches Denken muss auch in vielen Bereichen der Landkreisverwaltung Einzug halten", fordert Stahlmann, der selbst eine Firma hat. Die drei großen Standorte Freiberg, Mittweida und Döbeln als "Bürgeranlaufstellen" seien auf jeden Fall länger als jetzt geplant zu erhalten. Aber es müsse genau geprüft werden, ob tatsächlich alle Immobilien gebraucht werden, ob jeder an seinem Arbeitsplatz einen Drucker benötigt. Und auch bei der Personalsituation gebe es noch "Luft nach unten". Von der so genannten Kommunismus-Debatte - auf Bundesebene losgetreten durch Linke-Parteivorsitzende Gesine Lötzsch - hält Stahlmann nichts. "Kontraproduktiv" nennt er das.

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