08.02.2011

"Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz – Kein Platz für Nazis!“

ruft zum Protest gegen den Naziaufmarsch am 5. März 2011 auf.

Michael Leutert

Nicht nur in Dresden, sondern auch in Chemnitz wollen die Nazis in diesem Jahr wieder demonstrieren und dabei die zivilen Opfer des Bombenangriffs auf Chemnitz für ihre braune Sache instrumentalisieren. Wie schon im letzten Jahr lassen sie mit Bedacht Ursache und Wirkung außen vor. Kein Wort darüber, dass auch die deutschen Opfer zuallerst Opfer des von Nazi-Deutschland begonnenen Krieges sind. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele den Aufruf des chemnitzer Bündnisses gegen die Nazi-Demo unterzeichnen und an der Demo am 5.3.2011 gegen sie teilnehmen. Im Folgenden könnt ihr den Bündnisaufruf lesen. Die bisherigen Unterzeichner finden sich hier.

Aus Anlass des Naziaufmarsches vom 5. März 2010 gründete sich ein breites Bündnis demokratischer Kräfte aus Gewerkschaften, Parteien, Vereinen, Initiativen und vielen Einzelpersonen. Der Naziaufmarsch konnte 2010 nicht verhindert werden, obwohl sich viele Menschen an diesem Tag den Nazis symbolisch entgegenstellten und Mut und politisches Engagement bewiesen.

Auch 2011 wollen die Nazis wieder marschieren. Wir werden nicht hinnehmen, dass sie ihre menschenverachtende und demokratiefeindliche Ideologie verbreiten. Übergriffe aus den Vorjahren haben gezeigt, dass dieser Aufmarsch nicht ignoriert werden darf. Genauso wenig dürfen wir zulassen, dass an diesem Tag die Geschichte relativiert wird.

Das Bündnis ruft alle dazu auf, sich kreativ, bunt und lautstark den Nazis entgegen zu stellen. Der Protest wird dabei vielschichtig gestaltet: Vom „Demokratiepicknick“ über die Teilnahme an Gegenkundgebungen bis hin zu einfallsreichen Aktionen.

Dresden hat gezeigt, dass durch entschlossenes Handeln und die Unterstützung von Stadt und Zivilgesellschaft eine Verhinderung des Aufmarsches von 4500 Nazis im Februar 2010 möglich war und ist. Deshalb rufen wir alle Menschen in Chemnitz, die Bürgermeister/-innen, Mitglieder des Stadtrates und Kulturschaffende auf, sich den Nazis am 5. März 2011 entschlossen entgegen zu stellen und ein Zeichen für Demokratie und Toleranz zu setzen.

Den Aufruf unterzeichnen

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