20.02.2011

Ich bin dann mal weg

Im Wahlkreis von Frank Heinrich (CDU) sorgt die Reisefreudigkeit des Abgeordneten für Kritik

Michael Müller (Freie Presse)
Frank Heinrich

Alle Jahre wieder Anfang Februar treffen sich in der US-Hauptstadt Washington mehrere tausend Menschen zu einem politisch-religiösen Ereignis von landesweiter Bedeutung: dem National Prayer Breakfast ("Nationales Gebetsfrühstück"), dessen Höhepunkt die Ansprache des US-Präsidenten bildet. Etwa jeder vierte Teilnehmer kommt aus dem Ausland, und wie schon 2010 war auch in diesem Jahr ein Chemnitzer wieder dabei: Frank Heinrich, der hiesige Wahlkreisabgeordnete der CDU. Um sich mit Delegierten aus aller Welt auszutauschen, wie es auf seiner Internet-Seite heißt.

Die Reise, der sich ein laut Heinrich privat finanzierter Abstecher in die kanadische Metropole Toronto anschloss, war der dritte dienstliche Auslandsaufenthalt des Abgeordneten innerhalb von zwei Monaten. Kurz vor Weihnachten hatte er deutsche Soldaten in Afghanistan besucht, Mitte Dezember an einer Konferenz in Marokko zum Thema Wasserversorgung teilgenommen.

Keine Frage, unter den Bundestagsabgeordneten aus Südwestsachsen nimmt Frank Heinrich in Sachen Reisefreude einen Spitzenplatz ein. Allein für 2010 stehen nach Angaben seines Büros fünf offizielle Dienst- und Delegationsreisen ins Ausland zu Buche. Das sind so viele, wie sein Vorgänger als Wahlkreisabgeordneter, der Sozialdemokrat Detlef Müller, nach eigener Aussage in seiner gesamten vierjährigen Wahlperiode im Bundestag unternommen hat. Michael Leutert, Heinrichs Bundestagskollege von der Linken mit Wahlkreisbüro in Chemnitz, war 2010 nach eigener Aussage kein einziges Mal dienstlich im Ausland unterwegs.

Und die offiziellen Delegations- und Dienstreisen sind noch nicht alles. (...)

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