05.10.2008

zum Kandidatenvorschlag der LINKEN für die Bundespräsidentenwahl

Meine Meinung

Michael Leutert

Der Vorschlag steht nicht für die neue LINKE, sondern für die alte PDS. Um Missverständnisse auszuschließen: Ich selbst bin in dieser politisch sozialisiert worden und sehe in dem, was wir zusammen erreicht, diskutiert und gelernt haben, wichtige Inhalte für heutige linke Politik Ohne die Entwicklung der PDS wäre die heutige LINKE nicht da, wo sie ist. Aber gerade eine rein symbolische Kandidatur sollte ein nach vorne gerichtetes Signal sein. Der Vorschlag, Sodann, wie er im Raum steht, kann dieses Signal nicht sein.
Hier eine Agentur-Meldung zum Thema:
Landau (ddp). In der Linkspartei wächst der Widerstand gegen Pläne, bei der Bundespräsidentenwahl mit einem eigenen Kandidaten anzutreten. Es habe politisch wenig Sinn, sich lediglich mit einem «Symbolkandidaten» zu beteiligen, sagte der Linken-Bundestagsabgeordnete Michael Leutert der Landauer «Rheinpfalz am Sonntag» laut Vorabbericht.
Eine «Trotzkandidatur», nur um es den anderen Parteien zu zeigen, könne «leicht nach hinten losgehen». Wenn die Linkspartei mit einem eigenen Politiker ins Rennen gehe, müsse er bei der Wahl auch Chancen haben, sagte Leutert. Doch dafür fehle es sowohl an den Mehrheiten als auch am geeigneten Kandidaten. Der ins Gespräch gebrachte frühere «Tatort»-Kommissar Peter Sodann sei ein exzellenter Schauspieler und eigne sich möglicherweise für eine Bundestagskandidatur, jedoch nicht für das Amt des Bundespräsidenten. Damit solle nicht «einfach so rumgespielt» werden. (ddp)

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