07.10.2008

Investor mit Standortproblemen

Möbelhaus Porta will nach Chemnitz

Michael Leutert

Investor mit Standortproblemen

Möbelhaus Porta will nach Chemnitz

Mit einem Investitionsvolumen von ca. 40 Millionen Euro und geplanten 200 Arbeitsplätzen ist der Wunsch der Möbelhauskette eine Filiale in Chemnitz zu eröffnen begrüßenswert. Doch an der Standortfrage scheiden sich die Geister. Wenn es allein nach Porta geht, entsteht das neue Möbelhaus an der Sachsenallee. Diesen Vorstellung widersetzt sich die Stadt Chemnitz. Das geschieht nicht ohne Grund.
Sorgten schon die riesigen Einkaufsmärkte auf der grünen Wiese, wie dem Chemnitz Center in Röhrsdorf, für einen Niedergang innerstädtischer Einkaufsmöglichkeiten, ist diese Gefahr mit der Errichtung der neuen Innenstadt keineswegs gebannt. Mit dem Standort Sachsenallee würde eine Zentrumsnahe Konkurrenzsituation entstehen, welche die Stadt vermeiden möchte. Aus diesem Grund wurden dem Investor Standorte in der Innenstadt vorgeschlagen. Da die benötigte Fläche die Kapazität der von der Stadt angebotenen Grundstücke weit überstieg, machte Porta einen Alternativorschlag, der große Empörung in der Chemnitzer Bevölkerung hervorgerufen hat. Der Vorschlag sah den Hartmannplatz als Standort vor, der jetzt als Volksfestplatz genutzt wird und dafür erst in den letzten Jahren mit erheblichen Aufwand hergerichtet worden ist. Da sich bis jetzt kein anderer Standort für einen Volksfestplatz finden ließ, steht dieser Vorschlag wohl nicht mehr zur Debatte.
Jetzt kommt es darauf, ob es gelingt im Stadtgebiet von Chemnitz einen neuen Platz für Porta zu finden, der sowohl den Ansprüchen des Investors als auch denen der Stadt gerecht würde. Vielleicht wäre das Gebiet rund um das Vita Center eine Alternative. Damit würde dieser Standort gestärkt und aufgewertet werden. Das wäre sowohl eine Gewinn für das Heckertgebiet, als auch für die Stadt Chemnitz.

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