Foto: frank schwarz
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Die Bundesregierung plant die Einführung eines Betreuungsgeldes in Höhe von 100 bis 150 Euro für Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kita geben, sondern zuhause erziehen. Als Vater eines bald vierjährigen Jungen sage ich dazu:
Natürlich geht mein Sohn Paul in die Kita. Ich erlebe jeden Tag, wie wertvoll das gemeinsame spielerische Lernen mit anderen Kindern ist. Er schaut sich Dinge ab, zeigt anderen, was er schon mitbekommen hat. Sie entdecken die Welt gemeinsam. Ständig kommt etwas Neues hinzu. Das, was die Kleinen hier lernen, hilft ihnen später. Kinder, die schon früh in eine Kita kommen, haben später bessere Chancen, das Abitur zu machen.
Gerade für Kinder aus sozial schwächeren Familien, deren Eltern oft selbst über weniger Bildung verfügen oder auch sprachliche Defizite haben, ist das enorm wichtig. Um zu erreichen, dass nicht ausgerechnet diese Kinder den Kitas fern bleiben, weil ihre Eltern auf jeden Cent angewiesen sind, hat die CDU/CSU-FDP-Koalition jetzt vor, dass Betreuungsgeld voll mit Hartz IV zu verrechnen. Zu deutsch: Hartz-IV-EmpfängerInnen sollen leer ausgehen. Doch ein schlechtes Gesetz wird nicht besser, wenn es mit einer sozialdiskriminierenden Maßnahme flankiert wird. Übrig bliebe ein Sponsoring für Familien, die es sich eh leisten könnten, ihre Kinder zuhause zu behalten, wenn sie es denn unbedingt wollen. Und warum das Ganze? Weil in Bayern im nächsten Jahr Landtagswahlen sind und die CSU mal wieder einen Erfolg für ihr konservatives Klientel braucht. Dabei sind sogar die FDP- und weite Teile der CDU-Fraktion gegen das Betreuungsgeld.
Das Gesetzesvorhaben zun Betreuungsgeld gehört in den Mülleimer, bevor es Schaden anrichten kann!
Hier findet ihr noch andere Stellungnahmen von Kollegen aus der Linksfraktion, die junge Kinder haben.