DIE LINKE.

Michael Leutert, MdB (DIE LINKE.)


01.02.2010

Ihr Auftritt - mein Anpfiff

Mail an meine Büroadresse

N.M.

Hallo Herr Leutert,

es ist schon sehr unappetitlich ansehen zu müssen, wie Sie in der laufenden konzertierten Diffamierungs- und Verleumdungskampagne gegen sozialistische und antifaschistische Kontinuitätsträgerinnen (z.B. Genossin Sarah Wagenknecht) mal so richtig reinlangen. Natürlichen jubelt Ihnen die Latrinenpresse zu! Aber ist jedes Mittel recht, um ins öffentliche Gerede zu kommen? Wäre es da nicht dringlicher angesagt, zumal wenn man in der Linkspartei ist, sich konsequent gegen die sich verschärfende asoziale Politik der politisch herrschenden Klasse und ihrer Lobpreiser zu positionieren? Jene zu geißeln, die Kürzungsorgien im Bereich der Daseinsvorsorde (sowohl im Bund als auch auf unterschiedlichster Länderebene) schamlos als Realpolitik ausgeben und sich zum Kälbermarsch versammeln? Oder wie wär's mit den realen innerparteilichen Erfordernissen. Zum Beispiel eine eindeutige Positionierung gegen die doppelzüngigen Pavenues, die Zwietrachtzündler und Heckenschützen am Hofe. Und es sind bekanntlich nicht wenige. Gegen jene also warnend den Finger zu erheben, die mal vor- und mal kleinlaut um den Parteivorsitzenden Lafontaine herumscharwenzeln und sogleich ihr Unwesen treiben, wenn sie mal für kurze Zeit unbeaufsichtigt sind? Zugegeben, dies ist aufwendig. Es verlangt mitunter sogar kühnes Engagement. Dafür wäre es für die richtige Sache und somit lohnend. Klar, die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" würde dies weder originell noch klientelerheiternd finden. Kein Beifall würden Sie von dieser Seite erheischen. Vermutlich nicht einmal erwähnen würde man Sie, - und wenn doch, dann jedenfalls nicht lobend. Aber das müsste doch auszuhalten sein!?

Mit hoffnungsvollen Grüßen


PS.: Ich erachte es als angebracht, eine Kopie dieser Nachricht der "jungen Welt" als Leserbrief zu übermitteln. Eine weitere Kopie erhält Genossin Sarah Wagenknecht zur Information.


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